Schwarzkehlchen-Boom dank Ökoflächen

  • Redaktion Naturschutz
  • -

Zu den ganz zeitigen Frühlingsboten zählt das Schwarzkehlchen. Bereits Ende Februar treffen die ersten Heimkehrer ein. Dank ökologischen Aufwertungen im Landwirtschaftsgebiet wird diese Art zunehmend häufiger.

Einst war es vorwiegend ein Bewohner von Steppengebieten und offenen Landschaften im Mittelmeerraum. In der Schweiz galt es lange Zeit als seltener und gefährdeter Brutvogel. Doch sein Bestand hat sich in den letzten 25 Jahren auf heute über 500 Paare mehr als verdoppelt.
Das Schwarzkehlchen ist an sich ein recht anspruchsloser Vogel. Es kommt mit etwas Brachland am Rand einer Kiesgrube, einer ungemähten Bahnböschung oder mit einem überwachsenen Wegrand und ein paar Sträuchern zurecht. Solche Flächen waren jedoch in der ordentlich gepflegten Schweiz lange Zeit echte Mangelware. Weil Landwirte etliche wenig produktive, mühsam zu bewirtschaftende Flächen aufgaben und im Kulturland Ökoausgleichflächen bereitstellten, haben sich dem Schwarzkehlchen neue Möglichkeiten eröffnet.
Paradebeispiel ist die Champagne genevoise, wo die Landwirte mit Unterstützung durch die Schweizerische Vogelwarte und verschiedene andere Institutionen grosszügig Brachestreifen und weitere Ökoausgleichsflächen anlegten. Dort vervielfachte sich der Bestand von 11 (1991) auf 61 Paare (2004).

Links zum Beitrag
Schweizerische Vogelwarte

Beitrag kommentieren