Schutz der Biodiversität gefordert

  • Caroline Nienhuis
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Wiese-MarkusJennyMit der Petition „Schützen wir die Biodiversität – jetzt!“ von Pro Natura, des Schweizer Vogelschutzes SVS/BirdLife Schweiz und weiterer Organisationen wird ein wirksamer Schutz der Biodiversität mit genügend Mitteln gefordert. Im Jahr der Biodiversität 2010 haben zahlreiche Berichte (siehe naturschutz.ch) gezeigt, dass der Verlust an biologischer Vielfalt in der Schweiz weiter fortschreitet. Nun fordern zahlreiche Organisationen eine griffige Biodiversitätsstrategie, die klare Ziele vorgibt, den Beitrag der Akteure zum Schutz und zur Förderung der Biodiversität festlegt und die nötigen Mittel aufzeigt.

Gemäss einer im letzten Jahr erschienenen Studie zu den Biotopenschutzkosten in der Schweiz, sei der gesetzliche Schutz für selten gewordene Landschaften gut aber die Umsetzung lasse zu wünschen übrig. Grund dafür sei das fehlende Geld. Um den Schutz der Biotope von nationaler Bedeutung (Moore, Trockenwiesen und -weiden, Auen, Amphibienlaichgebiete) zu gewährleisten, müsste das Bundesamt für Umwelt (BAFU) doppelt so viele Mittel ausgeben.

Gemäss Pro Natura habe die bisherige Unterfinanzierung der Biotoppflege bereits zu einem Verlust der Biodiversität geführt. So wurde zum Beispiel die Verordnung zum Schutz der Trockenwiesen und -weiden erst nach 10 Jahre in Kraft gesetzt. Der Verzug hat zu einem Verlust von schätzungsweise 15 bis 20 Prozent der Fläche geführt. Die Inkraftsetzung der Verordnung wurde auf Grund von Unstimmigkeiten der Finanzierung verzögert. Diese Unterfinanzierung im Biotopschutz schadet der Natur und verursacht hohe Kosten.

Studie «Kosten eines gesetzeskonformen Schutzes der Biotope von nationaler Bedeutung»

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