Der Wolfkadaver wurde im Tobel bei Sils i.D. gefunden. | © Amt für Jagd und Fischerei Graubünden
Der Wolfkadaver wurde im Tobel bei Sils i.D. gefunden. | © Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

Schon wieder wurde ein Wolf illegal abgeschossen!

  • Amanda Buol
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Bereits letzte Woche wurde der illegale Abschuss eines Wolfes publik. Nun wurde ein zweiter Kadaver im Kanton Graubünden entdeckt. Auch dieser Wolf starb an Schussverletzungen. 

Am 15. März 2016 wurde unterhalb einer Brücke bei Sils i.D. im Kanton Graubünden der Kadaver eines Wolfes entdeckt. Es handelte sich dabei um einen männlichen Jungwolf, der im 2015 geboren wurde, schreibt das Amt für Jagd und Fischerei Graubünden (AJF). Zur Abklärung der Todesursache wurde der Kadaver dem pathologischen Institut der Universität Bern übergeben. Mittlerweile steht fest, dass der Wolf an den Folgen einer Schussverletzung, verursacht durch eine Schrotflinte, starb. Das AJF geht davon aus, dass der Wolf an einer anderen Stelle geschossen wurde und bewusst im Tobel entsorgt wurde wo es erst mehrere Tage später von Waldarbeitern gefunden wurde. Bei der Staatsanwaltschaft Graubünden wurde Anzeige gegen Unbekannt erhoben.

Dies ist bereits der zweite bekannte Fall seit anfangs März. Erst am 7. März wurde ein toter Wolf am rechten Rhoneufer bei Raron im Kanton Wallis entdeckt. Auch dieser Wolf starb an den Folgen einer Schussverletzung, wurde vermutlich an einem anderen Ort geschossen und bewusst an dieser Stelle deponiert. Wie im Graubünden, wurde auch im Wallis Strafanzeige gegen Unbekannt erhoben.

WWF Schweiz zeigt sich empört über die beiden illegalen Wolfsabschüsse. Die Wilderei sei kein Kavaliersdelikt. Es dürfe nicht sein, dass Wilderer einfach nach Belieben Wölfe abknallen, mein Martina Lippuner, Mediensprecherin beim WWF Schweiz.

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