Gewilderter Wolf bei Mayoux. @ Kantonspolizei Wallis
Gewilderter Wolf bei Mayoux. @ Kantonspolizei Wallis

Schon wieder Wolfswilderei im Wallis

  • Benjamin Kämpfen
  • 4

Im Kanton Wallis wurde innert Jahresfrist bereits der zweite gewilderte Wolf aufgefunden. Das ausgewachsene Weibchen gehörte möglicherweise zu einem neuen Wolfspaar. Die Gruppe Wolf Schweiz hat eine Belohnung von 10’000 Franken ausgesetzt.

Am Freitagabend entdeckten Spaziergänger einen gewilderten Wolf. Der Kadaver wurde bei Mayous im Val d’Anniviers gefunden, wie die Kantonspolizei Wallis mitteilt. Ein sichtbarer Einschuss hinter der Schulter beweist die Wilderei. Genauere Informationen wird eine Autopsie ergeben. Dafür wurde der Tierkadaver ins Institut für Pathologie der Universität Bern transportiert.

Bereits vor Jahresfrist wurde am Rhone-Ufer ein toter, gewilderter Wolf gefunden. Gemäss WWF Schweiz hat die erneute Wilderei möglicherweise Folgen für die Wolfspopulation: «Letzte Woche wurde mit dem illegalen Abschuss eines Weibchens potentiell ein weiteres Wolfsrudel im Wallis verhindert. Es ist ein Armutszeugnis, dass in der Schweiz immer noch keine langfristig überlebende Wolfspopulation existiert.»

Die Gruppe Wolf Schweiz fordert im Nachgang der Wilderei ein Moratorium für Wolfsabschüsse im Kanton Wallis: «Bewilligte Wolfsabschüsse vermögen die Wilderei offenkundig nicht einzudämmen, sondern wirken möglicherweise gar motivierend für Wilderer.» Anders könne die Häufung gewilderter Wölfe im Kanton Wallis kaum erklärt werden.

In den vergangenen Fällen konnte jeweils die Täterschaft nicht ermittelt werden, weshalb potentielle Täter auch nicht abgeschreckt werden. Die Gruppe Wolf Schweiz belohnt deshalb sachdienliche Hinweise, die ihr gemeldet werden und die zur Ergreifung von Wolfswilderern führen, mit 10’000.- Franken.

4 Kommentare

  • Bütschli Bernhard

    Der Wilderer wird nie gefunden werden und wenn, wird er gedeckt. So tickt das Wallis. Die Schaf -und Ziegenzüchter werden auch keinen Herdenschutz erstellen, denn dies ist mit Arbeit und Kosten verbunden. Wie ich persönlich feststellen konnte, wurden Herden wochenlang nicht kontrolliert. Ein toter Widder war schon am verwesen als ich es dem Schäfer meldete. So kann es nicht weiter gehen. Kein Herdenschutz kein Geld. Aber eben, das Wallis hat eigene Gesetze.

    Antworten
  • Liz

    Wo bleiben die Jäger, die Angehörigen und Nachbarn des Wilderers? Jemand muss diesen feigen Mann mit Gewehr gesehen haben!
    Ja, Wölfe sind fähig, Haustiere zu reissen. Mit dem Abschuss erreicht der Wilderer aber das Gegenteil seines Ziels. Denn einzelne Wölfe haben weniger Jagderfolg und holen sich eher ein Haustier. Im Rudel ist die Jagd erfolgreicher und somit wird eher Wild geholt. Wilderer, hast du schon mal von Schutzhunden gehört? Ich kenne eine Alp in der Schweiz, wo 200 Ziegen und ein Wolfsrudel leben. Noch nie wurde eine Ziege gerissen, dafür sorgt ein Schutzhund!
    Also???
    Bitte meldet den Wilderer, nehmt ihm das Gewehr für immer weg, schliesst ihn aus der Jagdgesellschaft aus, brummt ihm ein paar Monate Sozialarbeit auf und veröffentlicht ihn mit Namen und Bild in der Zeitung… Vielleicht hilfts!!!
    Nun hoffe ich, dass die „Jagd“ auf den Wilderer erfolgreich ist und er entsprechend bestraft wird!!!

    Antworten
  • Hans H. Siegrist

    Auch für 10’000 Franken finden die den nicht. Ist ja im Wallis…

    Antworten
  • Zwicker Beatrice

    Ich hoffe man findet diese Leute und eine Saftige Strafe gibt dieser Wolf hat sicher gelitten der Wolf ist ein lebe wessen hast auch ein Recht zum Leben

    Antworten

Beitrag kommentieren


Naturschutz.ch-Newsletter abonnieren!