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Schmutziges Palmöl im Shampoo

  • Nicole Wabersky
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Greenpeace hat recherchiert, dass der Konzern Procter & Gamble Palmöl von Herstellern bezieht, welche in Indonesien grossflächig den Regenwald und somit die Rückzugsorte von Orang-Utan und Sumatra-Tiger zerstören. Nicht nur dass auch die lokale Bevölkerung vertrieben und deren Land geraubt wird, nein auch Torfmoore werden ausgetrocknet und die Waldrodungen setzen das klimaschädliche CO2 aus.

Das Palmöl erreicht den Konzern über verzweigte Lieferwege und steckt in diversen Produkten, wie dem Shampoo von Head & Shoulders, Ariel-Waschmittel oder Gillette- Rasierschaum. Deswegen muss laut Mirjam Kopp, Waldexpertin von Greenpeace Schweiz, Procter & Gamble  das «schmutzige Palmöl aus seinen Produkten verbannen», da der Konzern «als einer der größten Palmölabnehmer weltweit eine Verantwortung beim Regenwaldschutz» hat.

Schon seit 60 Jahren befindet sich Procter & Gamble in der Schweiz und ist ein wichtiger Arbeitgeber in der Romandie. In den Konzern-Produkten werden ca. 460’000 Tonnen Palm- und Palmkernöl verwendet. Davon waren im Berichtsjahr 2012/2013 nur 10 Prozent nach den Kriterien des Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl (RSPO) zertifiziert. Somit wird laut Mirjam Kopp gefordert, dass «Procter & Gamble schleunigst Transparenz und Rückverfolgbarkeit in seine Lieferkette bringt und strengere Anforderungen an seine Palmöllieferanten stellt».

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Bild: Dick Mudde (Eigenes Werk) [Public domain], via Wikimedia Commons

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