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Schmelzendes Meereis friert den Frühling ein

  • Eliane Küpfer
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Alle erzählen von der Klimaerwärmung und jetzt das: Der März war eisig kalt und der April startete nicht besser. Doch auch das ist eine Folge des Klimawandels, wie die englische Zeitschrift „the Guardian“ kürzlich meldete. Wissenschaftler des nationalen Schnee und Eis Daten Zentrums (NSIDC) in Boulder, Colorado (US), hatten entdeckt, dass das Meereis in der Arktis im letzten letzten Herbst extrem schnell schmolz und auf einem historisch tiefen Level war.

Jennifer Francis vom Institut für Küsten- und Meereswissenschaften hatte schon im Herbst gewarnt, dass dies zu einem kalten Frühling führen könnte. „Das Meereis verschwindet schnell. Es ist, im Vergleich zu vor 30 Jahren, um 80% zurück gegangen. Das ist ein Symptom der Klimaerwärmung und es trägt zur Erwärmung der Arktis bei.“ erklärte Francis weiter. Durch das Schmelzen des Eises war ein grosser Teil des Meeres der Atmosphäre ausgesetzt. Dadurch wird der Ozean aufgeheizt und der Jetstream verschoben: das sind die hoch gelegenen Luftströmungen, die das Wetter in der nördlichen Hemisphäre maßgeblich beeinflussen. Dies erlaubt es den kalten Luftmassen viel weiter in den Süden zu gelangen als gewöhnlich, schreibt „the guardian“ weiter.

Der Geograf und Klimaforscher Christian Huggel, von der Universität Zürich (UZH), teilt diese Meinung: „Ein strenger Winter macht noch keine Eiszeit. Die Klimaerwärmung bedeutet nicht, dass die Temperatur jedes Jahr einfach linear ein wenig ansteigt.“, gibt er gegenüber UZH News zu bedenken. Vielmehr zeige der Prozess starke Schwankungen. Der langjährige Trend zeigt jedoch eine Zunahme; in dem Punkt ist man sich in der Wissenschaft ziemlich einig. Auch wenn es verschiedene Modelle gibt, die intensiv diskutiert werden, bleibt das Fazit: der Klimawandel ist keine Glaubensfrage.

Die Folgen des Klimawandels sind schon heute sicht- und spürbar. Christian Huggel ist überzeugt, dass der Klimawandel uns viel Geld kosten wird, falls nicht bald Emissionen reduziert werden.

Bild: Jon Sullivan [Public domain], via Wikimedia Commons

The Guardian (englisch)

UZH News 

2 Kommentare

  • G. Kleinlogel

    Dass das Eis am Nordpol rasant abschmilzt – mit direkten Konsequenzen für den Eisbär, die Fischer und die Schifffahrt – beobachtet man seit Jahren. Endlich gibt es jemanden, der fähig ist, einen Zusammenhang des Abschmelzens mit der Änderung der Zirkulationen auf der Nordhalbkugel herzustellen und dies auch publiziert. Ich habe längere Zeit danach gesucht. Herzlichen Dank für den Artikel!

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  • Merkan

    Was für eine dünne und dümmliche Propaganda. Glaubt Ihr das etwas selbst? Brav. Und jetzt schön weiter den Ökoirrsinn finanzieren.

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