Im jungen Alter sind die Federn der Schwarzstörche grau-weiss gefärbt. Einige Wochen nach der Geburt werden sie erst ihr charakteristisches schwarzes Gewand tragen. | © Tierpark Goldau
Im jungen Alter sind die Federn der Schwarzstörche grau-weiss gefärbt. Einige Wochen nach der Geburt werden sie erst ihr charakteristisches schwarzes Gewand tragen. | © Tierpark Goldau

Scheue Schwarzstörche brüten erfolgreich

  • Mélanie Guillebeau
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Im Natur- und Tierpark Goldau sind erfolgreich zwei Schwarzstörche aufgezogen worden – selbst der Baustellenlärm konnte den sonst sehr scheuen Vögeln nichts anhaben.

Im Jahr 2000 haben die Schwarzstörche zum ersten Mal in den Natur- und Tierpark Goldau gefunden. Und es scheint den scheuen Einzelgängern, durchaus zugesagt zu haben. Denn seither kann man sie regelmässig im Tierpark beobachten. So haben Schwarzstörche auch dieses Jahr wieder mit Erfolg zwei Jungtiere aufgezogen. Erstaunlicherweise hielt sie nicht einmal der Baustellenlärm vom Brutgeschäft ab. Denn wie Martin Wehrle, Veterinär und Kurator, betont, sei technischer Lärm für Tiere häufig ein Problem.

Die Zucht von Schwarzstörchen gestaltet sich schwierig und dementsprechend gross ist das Interesse an den zwei Schwarzstorch-Sprösslingen. Bisher haben sich mehrere Zoos gemeldet, mit der Absicht mit den Jungtieren ein Zuchtprogramm zu starten.

Scheue und seltene Gäste in der Schweiz

Am liebsten ziehen sich Schwarzstörche in naturnahe, weitläufige und abgeschiedene Wälder zurück – ganz im Gegensatz zu ihren weissen Artgenossen, die für viele sichtbar auf Kaminen, Baumwipfeln oder Strommasten ihren Horst errichten. In der Schweiz kann man Schwarzstörche oft nur im Herbst beim Durchzug in Richtung Süden beobachten. Und selbst dann bevorzugen sie die traute Einsamkeit und reisen selten in grosser Gesellschaft.

Weitere Informationen können Sie der offiziellen Medienmitteilung des Natur- und Tierparks Goldau entnehmen.

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