© Christoph Strässler [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Unauffällige Bären haben bessere Chancen

  • Amanda Buol
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Seit 2005 wandern immer wieder Bären in die Schweiz ein, was oft zu hoher Medienpräsenz führt. Am Bärensymposium in Landquart wurde über diese Rückkehr der Bären diskutiert.

Als 2005 der erste Bär nach hundert Jahren wieder in der Schweiz gesichtet wurde, war er sehr willkommen. Dem Bär M13 begegnete man dagegen aggressiv, als er 2013 zu nahe an die Siedlungen kam. Diese beiden Extreme zeigen exemplarisch die Spannbreite der gesellschaftlichen Reaktionen auf den Bären hierzulande. Ein international besetztes Fachsymposium zur Rückkehr des Bären in die Schweiz hatte zum Ziel, erprobte Lösungen sachlich zu diskutieren und so Wege hin zu einem pragmatischen Umgang mit dem einheimischen Wildtier aufzuzeigen.

Bären und Menschen können in den Alpen zusammenleben. Entscheidend sind die Information der Bevölkerung und die Lösung von Konflikten sowie die Bereitschaft, gewisse Kosten und Unannehmlichkeiten in Kauf zu nehmen.

Claudio Groff von der Forst- und Wildtierverwaltung der Provinz Trentino (I)

Der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi stellt aufgrund seiner Erfahrungen fest, dass nur unauffällige, scheue Tiere überhaupt eine Chance haben. Es werde erst bei Problembären schwierig. Ein zentrales Element für eine konfliktarme Rückkehr sei die Aktzeptanz der lokalen Bevölkerung.

Deutlich wurde am Bärensymposium, dass die Rückwanderung des Bären gesellschaftliche Anpassungen erfordert. Der Schutz von Herden und Bienenstöcken, konsequentes Abfallmanagement, das Fernhalten der Tiere von Siedlungen sind die Knackpunkte für das Zusammenleben. Ob solche Anpassungen gelingen, hängt weniger vom Bären, seiner Biologie oder seinen Lebensraumansprüchen ab, als von unseren Bildern und unserem Willen.

Hier können Sie die Referate nachlesen »

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