Saubere Gewässer

  • Silvan Kaufmann
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vierwaldstaetterseeDie gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Kantonen, Gemeinden und Landwirtschaftsbetrieben zeigen Wirkung: Die Qualität des Trink- und Seewassers hat sich in Regionen mit Sanierungsprojekten erheblich verbessert. In mehreren Nitratprojekten ist das Qualitätsziel von höchstens 25 mg Nitrat /l Wasser erreicht. Im Sempacher-, Hallwiler- und Baldeggersee werden 2009 erstmals wieder so tiefe Phosphorwerte wie um das Jahr 1900 gemessen. Schliesslich profitieren Kleinlebewesen in Bächen von einer besseren Wasserqualität dank der Reduktion von Pestizideinträgen

Mit 26 Nitrat-, 3 Phosphor und 2 Pflanzenschutzmittelprojekten unterstützt der Bund Massnahmen der Landwirtschaft zur Reduktion von unerwünschten Stoffen im Trinkwasser und in Oberflächengewässern. Gestützt auf Artikel 62a des Gewässerschutzgesetzes trägt der Bund rund 80% der Projektkosten.

In der Arbeitsgruppe Nitrat erarbeiten die Bundesämter für Landwirtschaft (BLW), Umwelt (BAFU) und Gesundheit (BAG) seit 10 Jahren gemeinsam mit Kantonsvertretern aus Landwirtschaft und Gewässerschutz Strategien und Konzepte zur Reduktion von Nitrat-, Phosphat- und Pestizideinträgen in die Gewässer und begleiten die Umsetzung dieser Projekte.

Durch geeignete Fruchtfolgen, bodenschonende Anbauweise, Anlegen von Grünland Pufferstreifen und Naturwiesen werden nicht nur die Nitratverluste stark reduziert oder die Phosphorabschwemmung verhindert, sondern auch die Pestizidbelastungen der Umwelt auf das absolut Unvermeidbare beschränkt. Das gemeinsame Vorgehen von Gewässerschutz und Landwirtschaft garantiert eine langfristig einwandfreie Trinkwasserqualität und schützt Oberflächengewässer vor übermässigen Nährstoff- oder Schadstoffeeintrag.

Die Massnahmen sind so angelegt, dass alle gewinnen: Landwirtschaft, Gewässer und Biodiversität. Wieder angelegte Weiher dienen Kleinlebewesen als Lebensraum, behalten übermässige Nährstoffe zurück und sind Ausflugs- und Erholungsraum für die Bevölkerung. Vernetzte Pufferstreifen und Wiesen in Ackerbaugebieten fördern Flora und Fauna und verhindern den Pestizideintrag in Gewässer. Die Landwirte leisten einen ökologischen Mehrwert, für den sie finanziell belohnt werden.

BLW Bundesamtfür Landwirtschaft
Medienmitteilung

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