Sachsen-Anhalt will grossflächig Gen-Mais säen

  • Redaktion Naturschutz
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In Sachsen-Anhalt soll als erstem Bundesland in diesem Frühjahr grossflächig Gen-Mais ausgesät werden. Das kündigte Jens Katzek, Geschäftsführer der BIO Mitteldeutschland GmbH, in einem dpa-Gespräch an. Der Vertreter des Lobbyunternehmens zur Stärkung der biotechnologischen Industrie in Mitteldeutschland sagte: „Ziel sind einige hundert Hektar, auf denen fünf verschiedene gentechnisch veränderte Maissorten angebaut werden sollen.“ Bundesverbraucherschutzministerin Renate Künast (Grüne) plädierte indes für die Einführung eines neuen Siegels „Gentechnik- frei“. „Bauern haben bereits angefangen, Gentechnik-freie Regionen zu organisieren.“ Die Entscheidung, gentechnisch veränderte Organismen zuzulassen, sei längst auf europäischer Ebene getroffen worden. Die Novelle zum Gentechnik-Gesetz solle nun sicherstellen, „dass in Zukunft auch Anbau ohne Gentechnik möglich ist“.
Weltweit werden bereits auf 250 Millionen Hektar genmanipulierte Pflanzen angebaut. Allein 40 Millionen davon sind Gen-Mais. Die Gen-Mais-Sorten, die ausschliesslich für Futterzwecke verwendet werden sollen, sind gemäss Katzek gegen Insektenfrass resistent. Damit sparten die Bauern das Ausbringen von Insektiziden.

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