Rückzug von AKW-Gesuchen gefordert

  • Dominique Haiden
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akw_nachtIm Vorfeld der Generalversammlung der Alpiq am kommenden Donnerstag in Olten fordert Greenpeace die an der Alpiq beteiligten Kantone und Gemeinden auf, sich klar für einen Atomausstieg auszusprechen. Zudem sollen sie von der Alpiq den definitiven Rückzug des Rahmenbewilligungsgesuchs für ein neues AKW verlangen.

Die Fukushima-Katastrophe hat die Risiken der Atom-Technologie erneut sichtbar gemacht, drei Viertel der SchweizerInnen sprechen sich gegen den Bau von neuen AKWs aus. Obwohl auch die Mehrheit des Bundesrates sowie fast alle Parteien sich mittlerweile zu einem Atomausstieg bekennen und den Bau eines neuen AKW als unrealistisch erachten, hält Alpiq verbissen an ihrem Atomkurs fest.

Über 40% des Alpiq-Kapitals gehören der öffentlichen Hand sowie Elektrizitätswerken, die wiederum im Besitz von Kantonen und Gemeinden sind. Zudem sind mehrere Volksvertreter Mitglied des Verwaltungsrats des Unternehmens. Die öffentliche Hand hat also die Mittel und Wege, den Rückzug des AKW-Gesuchs durchzusetzen und damit den Weg zu einer nachhaltigen, sicheren Stromproduktion frei zu machen.

„Obwohl vom Atomkurs der Alpiq direkt betroffen sind Kantone, Gemeinden und Elektrizitätswerke bis jetzt stumm und untätig geblieben“, bedauert Florian Kasser, Energie-Campaigner bei Greenpeace Schweiz. „Die Volksvertreter müssen jetzt Farbe bekennen und die Atom-Zwängereien der Alpiq beenden. Erst der definitive Rückzug des Rahmenbewilligungsgesuchs öffnet den Weg für erneuerbare Energien und Stromeffizienz.“

Greenpeace wird an der Generalversammlung der Alpiq vom kommenden Donnerstag anwesend sein und die Aktionäre über die unternehmerischen Risiken einer Atom-Strategie informieren. Greenpeace verlangt den definitiven Rückzug der Rahmenbewilligungsgesuche für neue AKW in der Schweiz: Von der Alpiq, der Axpo und der BKW.

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Greenpeace

1 Kommentar

  • Ambrosius Theis

    S U P E R – G A U
    Danach:

    Einsamkeit auf weiter Flur,
    über Äcker fließet nur noch Schlamm.

    Kein klarer Bach durch Wiesen fließt,
    kein einz’ger Halm am Ufer sprießt … nur Schlamm.

    Kein See ist klar – und auch kein Meer,
    im Wasser spiegelt nimmermehr … ein Mensch.

    Tot ist nun alles im Gewässer,
    denn es wußte alles besser … der Mensch.

    Stille ist in abgestorb’nem Wald,
    verkohlte Zeigefinger recken kalt … gen Himmel.

    Nicht Hirsch noch Reh man darin sieht,
    kein Vöglein zwitschert mehr sein Lied … zum Himmel.

    Friede herrscht in der Natur,
    in kahlen Felsen hechelt nur … der Wind.

    Kein Laut von Menschen dringet her,
    kein Lachen eines Kindes mehr … im Wind.

    Ruhe ist nun allerorten,
    wird nicht zerstört von leeren Worten … der Menschen.

    Nicht Säbel und nicht Kriegsgeschrei,
    die Erde, – sie ist nunmehr frei … von Menschen.

    Ambrosius Theis

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