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Rote Liste: Das Okapi ist stark gefährdet

  • Sophie Ryser
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Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat einen Bericht über Aktualisierungen auf der roten Liste der gefährdeten Arten veröffentlicht. Besonders im Fokus steht das Okapi (Okapia johnstoni). Die Bestände des seltsam gestreiften Waldtieres, welches nur in den Regenwäldern der Demokratischen Republik Kongo vorkommt, sind stark eingebrochen. Es wird nun in die Kategorie „stark gefährdet“ eingeordnet, welche nur eine Kategorie vor dem höchsten Aussterberisiko steht. Vor allem Lebensraumverlust und Wilderei sind für den Rückgang verantwortlich. Dies wiederum ist hauptsächlich Kriegen und der Armut im Land geschuldet.

Auch etwa 200 Vogelarten sind vom Aussterben bedroht. Dazu gehört die Spiegelralle (Sarothrura ayresi), welche in Äthiopien, Simbabwe und Südafrika vorkommt. Auch hier ist vor allem Lebensraumzerstörung die Ursache für die Bedrohung, wie zum Beispiel die Umwandlung des Landes in Ackerland, Trockenlegung von Feuchtgebieten oder Überweidung.

Aber wenigstens gibt es auch gute Nachrichten. So konnte die Lederschildkröte (Dermochelys coriacea) zwei Gefährdungskategorien zurückgestuft werden, von „vom Aussterben bedroht“ zu „gefährdet“. Trotzdem sind besonders einige Subpopulationen dieser Art weiterhin stark bedroht, vor allem weil Menschen grosse Mengen ihrer Eier einsammeln und durch Fischnetze, in welchen sie sich verfangen und ertrinken.

Auch zwei Albatrosarten, welche zu den gefährdetsten Vogelfamilien der Welt gehören, konnten sich etwas erholen. Diese wenigen positiven Beispiele sollten genutzt werden, um zukünftige Schutzbemühungen möglichst erfolgreich zu gestalten. Damit uns so faszinierende Arten wie das Okapi noch lange erhalten bleiben.

Weitere Informationen (Englisch)

Bild: Raul654 [CC-BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

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