Revision des Tierschutzgesetzes

  • Redaktion Naturschutz
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Die Revision des Tierschutzgesetzes (TSG) wurde von der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) so weit verschärft, dass ein Rückzug der Volksinitiative „Tierschutz – Ja!“ im Bereich des Möglichen liegt. „Wir haben Fortschritte gemacht“, meinte etwa Christiane Langenberger (FDP), Präsidentin der WBK. Das revidierte TSG sei nun ein aussichtsreicher indirekter Gegenvorschlag. Der Ständerat wird das TSG in der Herbstsession behandeln. Die WBK wollte den Tierschutzanliegen weiter entgegen kommen als der Bundesrat. Schmerzverursachende Eingriffe sollen in Zukunft nur von „fachkundigen Personen“ und unter Betäubung vorgenommen werden. Der Bundesrat kann allerdings Ausnahmen gewähren. Für die Ferkelkastration wurde eine Übergangslösung gefunden. Weiter müssen Tiertransporte „schonend und ohne unnötige Verzögerungen“ erfolgen. Auch die Anforderungen an Tierversuche werden verschärft. Ein Novum ist, dass das Aussetzen von Tieren unter Strafe gestellt wird.

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