© Dr. Gottfried Briemle, [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons
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Rettungsplan für unsere Biodiversität ist in Vorbereitung

  • Mélanie Guillebeau
  • 3

80 Biodiversitätsfachleute sind sich einig: Die Erstellung eines Rettungsplans für die biologische Vielfalt in der Schweiz hat höchste Priorität. Dementsprechend wurde letzten Dienstag, 27. Juni, in Bern an einer gemeinsamen Tagung ein erster grundlegender Massnahmenplan besprochen, der dem Aktionsplan Biodiversität Schweiz auf die Sprünge helfen soll.

Die Uhr tickt! Es steht schlecht um die biologische Vielfalt der Schweiz: Die Qualität der Lebensräume sinkt, immer mehr Tier- und Pflanzenarten weisen sinkende Bestände auf und für manche Art kommt bereits jede Rettung zu spät. Die Gründe sind vielfältig und umfassend, doch eines ist klar: Es muss – und zwar jetzt – gehandelt werden, um den weiteren Verlust der Biodiversität zu stoppen.

„Wir dürfen nicht mehr länger warten, deswegen werden wir dem Bund einen eigenen Vorschlag präsentieren, wie er das Artensterben und den Verlust der Naturräume stoppen kann“, so Friedrich Wulf von Pro Natura, Mitorganisator der Tagung.

Massnahmenplan mit 25 wichtigsten Aktionen

In dieser Intention haben sich gemäss einer gemeinsamen Medienmitteilung von Pro Natura Schweiz, WWF Schweiz und BirdLife Schweiz letzten Dienstag 80 Fachleute aus Organisationen der Zivilgesellschaft zusammengefunden, um im Rahmen einer Arbeitstagung die Erstellung eines entsprechenden Massnahmenplans zu initiieren. Dieser soll dem Bund als Grundlage für den überfälligen Aktionsplan Biodiversität Schweiz dienen, dessen Entwurf bereits 2013 erarbeitet wurde. Die Biodiversitätsexperten werde die 110 vorgesehenen Massnahmen auf die 25 elementarsten verdichten und den Bericht nach den Sommerferien Bundesrätin Doris Leuthard überreichen.

„Bereits für Sommer 2014 hatte Bundesrätin Leuthard einen Aktionsplan für den Erhalt der Biodiversität in der Schweiz angekündigt. Ein solcher lässt jedoch weiterhin auf sich warten“, betont Initiator Werner Müller, Geschäftsführer von BirdLife Schweiz.

Weitere Informationen können Sie der gemeinsamen Medienmitteilung von Pro Natura Schweiz, WWF Schweiz und BirdLife Schweiz entnehmen.

3 Kommentare

  • Ernst Leuenberger

    Leider wird wieder tagtäglich, Natur kaputt gemacht ! In unserer Gemeinde wurde wiederum Gift eingesetzt, um eine Brombeerhecke tot-zu-spritzen, wohl verstanden während der Blüte ! Solange der Mensch nicht weiter denken kann, nützen all die besten Projekte und Arbeiten nichts. Auch in den Privatgärten werden bei grösster Hitze, von Morgen bis am Abend mit 2-Takt-Motoren , Insekten, Kleintiere usw. wissentlich zu Tode geschlagen ! Die Böden trocknen zusätzlich aus !

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  • B. Poupon

    Mit einem Aktionsplan für den Erhalt der Biodiversität kann sich Frau Leuthard natürlich nicht so viele Lorbeeren verdienen wie z.B. mit dem Bau des Gotthardstrassentunnels !

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  • Dominik Scheibler

    Gut gibt es die Umweltschutzverbände!
    und
    Ärgerlich, dass solche Arbeiten vom Bund nicht zügiger angegangen werden!

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