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Rekordjahr für die Windenergie 2014 aber nicht in der Schweiz

  • Kathrin Ruprecht
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Rekordjahr 2014 für die Windenergie weltweit. In Europa überrundet die Windenergie in Sachen Zubau alle anderen Stromerzeugungs-Technologien. Deutschland bleibt Spitzenreiter in Europa und die Schweiz trägt mit Null Zubau die rote Laterne im europäischen Raum. Für 2015 rechnet die Branche mit robusten Zuwachszahlen. Auch in der Schweiz besteht Hoffnung auf die Installation weitere Windenergie-Anlagen.

Die Vereinigung zur Förderung der Windenergie „Suisse Eole“ zieht Bilanz für das Jahr 2014.

Das Jahr 2014 war für die Windenergie weltweit betrachtet ein Rekordjahr. So viel Leistung wurde nie zuvor zugebaut. Insgesamt sind mehr als 51’000 Megawatt (MW) neu installiert worden. Am meisten zugelegt hat erneut China, gefolgt von Deutschland und den USA. In Asien war der Ausbau der Windenergie am stärksten. Insgesamt waren somit weltweit per Ende 2014 mehr als 369‘000 MW installiert.

In Europa konnte in keiner anderen Technologie so viel Leistung zugebaut werden, wie in der Windenergie. An zweiter Stelle liegt die Photovoltaik, bei allen anderen Technologien fällt der Zubau weit geringer aus oder wird durch Stilllegungen kompensiert. Von den insgesamt knapp 13‘000 MW zugebauter Leistung stammten gut 10 % von Anlagen vor den Küsten (= Offshore-Anlagen).

Deutschland weiterhin Spitzenreiter, Schweiz hält die rote Laterne

Deutschland konnte trotz schwieriger Rahmenbedingungen seine Spitzenposition im Zubau (+5‘279 MW) halten. Mit deutlichem Abstand folgen Grossbritannien (+1‘736 MW), Schweden (+1‘050 MW) und Frankreich (+1‘042 MW).

Absolut betrachtet sind die Spitzenreiter Europas bei den gesamthaft installierten Windenergie-Leistung Deutschland, Spanien, Grossbritannien und Frankreich.

Am anderen Ende der Rangliste haben nur Slowenien, die Slowakei und Luxemburg weniger installierte Leistung als die Schweiz. Unser Land gehört damit zu den Trägern der „roten Laterne“ einer Zukunftstechnologie zur nachhaltigen Versorgung mit Strom.

In Europa können jetzt in einem durchschnittlichen „Windjahr“ 10 % des Strombedarfs mit Windenergie gedeckt werden. Weltrekordhalter ist Dänemark, das 39% des eigenen Stromverbrauchs 2014 mit Windstrom deckte.

2014 wurden in der Schweiz gut 100 GWh Windstrom produziert, was einem Anteil von weiterhin unter 0.2 % des Gesamtstromverbrauchs der Schweiz entspricht.

Ausblick weltweit erfreulich, in der Schweiz geht es langsam vorwärts.

Die Windenergiebranche rechnet weltweit mit weiteren robusten Wachstumsraten. Auch in der Schweiz sind über 1‘300 MW an Windenergieprojekten in Planung. Für 2015 hofft der Verband, dass im Oberwallis (Griespass) drei weitere Anlagen gebaut werden können.

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