Reine Abstimmungskampagne

  • Monika Jung
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akw1Die Einigung der drei Stromkonzerne Axpo, Alpiq und BKW über die Planung neuer AKW ist den Grünen suspekt. Ihrer Ansicht nach handelt es sich dabei um einen alibimässigen Schulterschluss im Hinblick auf die Abstimmungen in den Kantonen Bern, Waadt und Jura 2011. Für die Grünen ist der einzig gangbare Weg, aus der Atomenergie auszusteigen, die erneuerbaren Energien zu fördern und die Energieverschwendung zu reduzieren.

Im Kanton Bern kann sich die Bevölkerung am 13. Februar 2011 für oder gegen ein neues AKW am Standort Mühleberg aussprechen. Auch in den Kanton Waadt und Jura folgen Abstimmungen zur positiven oder negativen Stellungnahme ihrer Kantone.

Für die Grünen dient der Schulterschluss der Stromkonzerne lediglich dazu, dem Volk vorzugaukeln, dass die Konzerne geeint sind. Dabei geht es ihnen in erster Linie um die betriebswirtschaftliche Gewinnmaximierung. Die Bevölkerung kann aber nur gewinnen, wenn die Stromkonzerne auf erneuerbare Energien setzen und aus dem Atomstrom aussteigen.

Die Grünen lehnen den Bau neuer AKW ab und fordern, dass die alten Meiler schrittweise ausser Betrieb genommen werden. Denn sie stellen ein Klumpenrisiko dar. Sie sind gefährlich, die Uranvorkommen begrenzt, das Atommüllproblem ungelöst. Die Lösung für Versorgungssicherheit und Krisenbewältigung lautet: Energieeffizienz und Grüner Strom. Erneuerbare Energien sichern die Stromversorgung der Schweiz langfristig und schaffen mehr Arbeitsplätze.

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2 Kommentare

  • Andreas Moser

    Stromlücke? Ha Ha! AKWs sind ersetzbar, mann muss die Konzerne nur zwingen nicht den bequemsten Weg zu gehen. Energieeffizienz, erneuerbare (mit Vernunft) in der CH und erneuerbare international sind die Lösung (Wind; Deserttec usw.).
    AKWs decken gerade mal 36% unseres Stromverbrauches ab, da soll eine Substitution in 15 Jahren nicht möglich sein? Ist ja lächerlich.
    AKWs töten unsere Kinder (Krebsstudie in Umkreis von AKWs), verseuchen unsere Welt nachhaltig (Halbwertszeit 300000 Jahre, Endlagerung unmöglich)und sind ab 2020 die teuerste Energiequelle. Nur noch 3. Welt Länder bauen AKWs.

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  • Markus Alder

    Eine Einigung der Stromkonzerne über den Zeitplan zur Erneuerung der Kernkraftwerke ist sehr wichtig, denn es macht in unserem kleinen Land wirklich keinen Sinn, einfach drauflos zu planen und auch zu bauen.
    Bei den Kernkraftwerken kommt noch dazu, dass erst eine Volksabstimmung gewonnen werden muss.
    Dringend ist vorläufig der Bau eines neuen Kernkraftwerkes, das bis spätestens 2025 verfügbar sein muss. Schon vor 2020 wird sich die Stromlücke öffnen, da der Verbrauch weiter wächst und erste Strombezugsrechte wegfallen. Falls es nicht zu einer starken und anhaltenden Wirtschaftskrise kommt, muss die Versorgungslücke einige Jahre mit teuren Importen gefüllt werden.

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