© Verein «Nein zur 2. Gotthardröhre»
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Referendum gegen 2. Gotthardröhre ist zustande gekommen

  • Roman Vonwil
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Das Referendum gegen die 2. Gotthardröhre ist zustande gekommen. Die rund 50 Organisationen, welche im Verein „Nein zur 2. Gotthardröhre“ zusammengeschlossen sind, haben bis im Dezember 2014 bereits über 100‘000 Unterschriften gesammelt. Zurzeit werden die letzten Unterschriften von den Gemeinden beglaubigt. Sie werden fristgerecht vor dem 15. Januar 2015 eingereicht. Beglaubigt sind bereits deutlich mehr als die benötigten 50’000 Unterschriften.

„Wir sind sehr zufrieden, dass wir das Referendum so gut und so rasch geschafft haben“, sagt Caroline Beglinger, Co-Präsidentin des Vereins „Nein zur 2. Gotthardröhre“ und Co-Geschäftsleiterin des VCS Verkehrs-Club der Schweiz. Damit sind die Voraussetzungen gegeben, dass das Schweizer Volk entscheiden kann, ob es einen zweiten Strassentunnel am Gotthard und damit eine zusätzliche Lastwagenlawine will oder nicht. Die Abstimmung wird voraussichtlich im Juni 2015 oder dann 2016 stattfinden.

Was auch immer gesagt oder versprochen wird: Eine 2. Röhre würde über kurz oder lang mehr Verkehr anziehen, vor allem mehr Transitlastwagen. Das bedeutet mehr Lärm, Abgase und Staus auf der gesamten Achse von Basel und Schaffhausen bis Chiasso. Bei einem erhöhten Verkehrsaufkommen steigt zudem das Risiko für Unfälle. „Wir lassen nicht zu, dass die Lastwagen die Alpen plattfahren“, sagt Jon Pult, Co-Präsident des Vereins „Nein zur 2. Gotthardröhre“ und Präsident der Alpen-Initiative.

Es braucht keine 2. Röhre, findet der Verein. Während der Sanierung des bestehenden Tunnels kann ein leistungsfähiger Verlad für Autos und Lastwagen eingerichtet werden. Damit bleibt das Tessin zu jeder Zeit auch auf der Strasse erreichbar und würde zu keiner Zeit isoliert. 2016 geht überdies am Gotthard der neue Eisenbahn-Basistunnel in Betrieb, welcher das Tessin besser an den Rest der Schweiz anbinden wird als es je in der Geschichte des Südkantons der Fall war.

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