Rebnetze entfernen!

  • Barbara Darani
  • -

© Rebbauamt VD

Mit dem Ende der Weinlese lancieren der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und Pro Igel gemeinsam mit Vitiswiss, dem Schweizerischen Verband für naturnahe Produktion im Weinbau einen Aufruf: Sie erinnern die Winzer daran, die Rebnetze nach der Weinlese umgehend zu demontieren. So können diese zahlreiche Vögel und Igel vor dem qualvollen Tod in den Netzen retten. Mehrere Organisationen und Institute, die sich mit Naturschutz und Rebbau beschäftigen, arbeiten gemeinsam an der weiteren Verbesserung der Situation für die Vögel und Igel in den Rebbergen.

Mit Ausnahme der Spätlese ist die diesjährige Traubenernte in den meisten Schweizer Rebbaugebieten zu Ende. Der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, Pro Igel und Vistiswiss, der Schweizerische Verband für naturnahe Produktion im Weinbau verlangen, dass die Winzer, die ihre Reben mit Netzen schützen, diese nach der Weinlese umgehend aus den Parzellen entfernen. Die Netze in den Reben stellen potenziell tödliche Fallen für viele Vögel und Igel dar.

Das sofortige Entfernen der Rebnetze nach der Traubenernte ist eine der zehn Regeln, welche die Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil ACW in ihrem Merkblatt für Winzer aufgestellt hat. Das Merkblatt soll verhindern, dass sich Vögel und Igel in schlecht montierten Rebnetzen verfangen und umkommen. Deshalb verlangt Vitiswiss seit beinahe zehn Jahren, dass ihre Mitglieder diese Regeln einhalten, wenn sie das Label Vinatura® erhalten wollen. Unlängst zeigten Untersuchungen der Schweizerischen Vogelwarte Sempach und von Pro Igel, dass diese Regeln zur Montage der Rebnetze leider nicht immer befolgt werden.

Die genannten Organisationen gehören der Arbeitsgruppe „Rebnetze und Weinbau“ an, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Montage der Rebnetze in der Schweiz zu verbessern. Die Arbeitsgruppe möchte insbesondere die Rebbauern für die Problematik sensibilisieren und so die Akzeptanz und Anwendung der Regeln zur Netzmontage verbessern. Die Arbeitsgruppe ist breit abgestützt und besteht aus Vertretern verschiedener Natur- und Tierschutzorganisationen sowie des Rebbaus, der landwirtschaftlichen Beratung und der Forschung.

Medienmitteilung
Merkblatt

Beitrag kommentieren