Bild: RTEmagicC (Wikimedia Commons)
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Raumplanungsverodnung: Note ungenügend

  • Daniela Cervenka
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Das Schweizer Stimmvolk hat letzten März mit einem klaren Ja das revidierte Raumplanungsgesetz gutgeheissen (wir berichteten) und sich so gegen die immer grösser werdende Zersiedelung der Schweiz ausgesprochen. Nach der Abstimmung lag der Ball wieder beim Bund, das Volksbegehren in das Raumplanungsgesetz einzuarbeiten. Doch die Grünen wie auch Pro Natura bemängeln den vorliegenden Verodnungs-Entwurf.

Für die Grünen sei die Verordnung zum Raumplanungsgesetz (RPV) ein Affront an alle, die sich für die Landschaftsinitative eingesetzt haben. Die RPV muss dringend korrigiert werden, denn sie ist nicht im Sinne eines haushälterischen Umgangs mit dem Boden, schreiben die Grünen in ihrer Medienmitteilung. Ein grosses Manko hat die Methodik die Bauzonen-Reserven zu berechnen, findet auch Pro Natura. Die Methodik ermöglicht die Schaffung neuer Bauzonen, obwohl  eine Vielzahl von ungenutzten Bauflächen bereits besteht.

Ein Vorschlag die Zersiedelung zu stoppen, ist die bessere Ausnutzung der bestehenden Bauzonen durch verdichtetes Bauen. Die Kantone mit Wachstumsplänen sollen zum Bodensparen verpflichtet werden. Das bedeutet konkret: Je mehr ein Kanton wachsen will, desto mehr muss er für Verdichtung tun. Auf jeden Fall muss der Bund mehr gegen die Zersiedelung unternehmen und griffige Massnahmen erarbeiten.

Die Grünen

Pro Natura

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