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Rattan: Nutzung zerstört Tropenwälder

  • Redaktion Naturschutz
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rattan_wwfNatur-Rattan ist unter Architekten und Designern wieder modern. Leider kann die konventionelle Rattan-Ernte laut einer Medienmitteilung des WWF Österreich den Tropenwald ernsthaft schädigen. Um das zu verhindern, hat der WWF ein Pilotprojekt gestartet, das von der EU finanziert wird. An der internationalen Designmesse Ambiente in Frankfurt stellte der WWF sein Programm für nachhaltig produziertes Rattan vor. Dabei wurde eine innovative Kollektion für Wohnartikel und eine Analyse der Rattan-Handelsströme präsentiert.

Die WWF-Analyse der weltweiten Handelsströme von Rattan ergab, dass der globale Handel aufgrund des schwindenden Rattans und dem Waldverlust zwischen 2006 und 2008 um mehr als ein Viertel eingebrochen ist. Indonesien ist weltweit gesehen mit einem Marktanteil von 80 Prozent das wichtigste Exportland. Die Hauptabnehmer sind die EU und China. Vietnam spielt für den EU-Markt eine sehr wichtige Rolle, hauptsächlich in Deutschland und Frankreich. Vietnam ist zudem ein wichtiges Importland – Lieferanten sind Laos, Indien, Kambodscha und die Philippinen.

Rattanpalmen wachsen kletternd und schlingen sich lianenartig über andere Bäume. Einige werden weit über Hundert Meter lang. „Gerade in der Mekongregion existieren noch besonders artenreiche Wälder, die wir mit diesem Projekt schützen wollen“, sagt Beate Striebel, Leiterin des internationalen Programms des WWF Österreich. „In den letzten zehn Jahren wurden in den Mekongländern über Tausend neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt.“ Leider werden die Rattan-Ressourcen an vielen Orten stark übernutzt, was zu einem Rückgang von vielen Rattan-Arten führte und die Tropenwaldzerstörung vorantreibt.

Die Ziele des Projekts: Zum einen soll der Wald nach den Kriterien des internationalen Gütesiegels FSC (Forest Stewardship Council) bewirtschaftet werden. Zum andern wurden für die Warenproduktion neue Methoden entwickelt, die den UNO-Grundsätzen von „Cleaner Production“ entsprechen. Material- und Energieströme werden optimiert, Abfälle, Wasserverschmutzung und Emissionen reduziert. „Nachhaltiges Rattan hat jedoch nur eine Chance, wenn es einen Markt dafür gibt und die Wälder, in denen Rattan wächst, weiter wachsen können“, ergänzt Striebel.

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