Fisch Markt

Quecklebendig dank Fischkonsum?

  • Nora Kieselbach
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Wer ein- bis zweimal pro Woche Fisch isst, lebt gesund, so die Empfehlung von Gesundheits- und Ernährungsexperten. Fisch enthält neben Omega-3-Fettsäuren, Jod und Selen auch Vitamin D, was unserer Gesundheit erwiesenermassen zuträglich ist. Doch Fischkonsum birgt neben all den bekannten positiven Eigenschaften auch diverse Risiken, sowohl für die Gesundheit als auch für das ökologische Gleichgewicht der Meere, wie tierschutznews.ch aktuell berichtet.

Denn was die Fisch-Befürworter verschweigen: Tatsächlich enthält Fisch nicht nur wichtige Öle, Vitamine und Spurenelemente, sondern auch Gifte wie Dioxine, Schwermetalle und Antibiotika. Wirklich lebensbedrohlich für den Mensch aber ist in vielen Fischen die hohe Konzentration an Quecksilber.

Norwegische Forscher stellten fest, dass der Quecksilbergehalt in norwegischen Süsswasserfischen in wenigen Jahren um 60% angestiegen ist. Besonders gefährlich sei dabei eine spezielle Quecksilberverbindung, das Methylquecksilber, welches insbesondere in fettreichen Meeresfischen vorkommt, weshalb der Verzehr von Thunfisch, Makrele oder Heilbutt ein grosses Gesundheitsrisiko darstellt.

Aber auch aus einem weiteren wichtigen Grund sei es unverantwortlich, den Mythos vom „gesunden Fisch“ weiterhin aufrecht zu halten: „Wir wissen, dass 80% der Meere bis an die Belastbarkeitsgrenze befischt oder schon überfischt sind“, meint Lars Gorschlüter, Vorstand des SAVE Wildlife Conservation Fund. Die Bestandszahlen der europäischen Fischarten gehen seit Jahren zurück. Vier von fünf Arten sind bereits überfischt; die beliebtesten Arten wie Thunfisch und Makrele gingen in den letzten Jahren gar um 60% zurück. Eine aktuelle deutsche Studie fand zudem heraus, dass ein Viertel aller Fischbestände durch Überfischung sogar komplett zusammengebrochen ist.

Diese alarmierenden Zahlen zeigen, dass unsere Meere kurz vor dem Kollaps stehen und erklären, warum Natur- und Umweltschutzorganisationen die Empfehlung der Ernährungswissenschaft äusserst kritisch sehen. Lars Gorschlüter: „Bis die Bestände sich erholt haben, ist unser Appell an die Verbraucher: Verzichten Sie ganz auf Fisch und schützen Sie nicht nur die Meere, sondern auch Ihre eigene Gesundheit!“

SAVE Wildlife Conservation Fund

Bild: Tomas Castelazo (Wikimedia Commons)

1 Kommentar

  • Billo Heinzpeter Studer

    Der Appell, ganz auf Fisch zu verzichten, dürfte nur jenen Fünftel der Deutschschweizer erreichen, die eh keinen Fisch essen. Gewonnen werden müssen aber vor allem die Fischessenden, und die werden heute bestenfalls mit Labels (an sich sinnvoll) und Fischlisten (weniger sinnvoll) bedient.
    Die für an sich handlungsbereite Konsument/innen einfachste Botschaft heisst: max. 1x Fisch im Monat. Die kann mensch sind leicht merken, und zudem ist sie anhand der Zahlen leicht nachvollziehbar.
    Mehr dazu: http://www.fair-fish.ch/wissen/gesundheit

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