© Daniel Foster [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Proteste gegen Fracking am Bodensee

  • Roman Vonwil
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Am Samstag, 11. Oktober fand ein weltweiter Protesttag gegen das Fracking statt. Auch in der Bodenseeregion, wo zwei mögliche Erdgasfelder bei Konstanz und Biberach untersucht werden, kam es zu Kundgebungen gegen die umstrittene Gasfördermethode.

Mit Hilfe des Frackings können Erdgasvorkommen, die mit konventionellen Methoden nicht genutzt werden können, erschlossen werden. Bei dieser Fördermethode wird mit hohem Druck unter Einsatz von Wasser, Sand und Chemikalien Gestein in etwa 1.000 bis 1.500 Meter Tiefe aufgebrochen, um Gas aus Hohlräumen entweichen zu lassen, das anschliessend gesammelt und über das Hauptbohrloch gefördert werden kann.

In der Bodenseeregion werden grosse Erdgasfelder vermutet, die mit der Frackingmethode erschlossen werden könnten. Wie der Südkurier berichtet, untersucht das Öl- und Gasexplorationsunternehmen Parkyn Energy Germany seit einigen Jahr zwei mögliche Erdgasvorkommen bei Konstanz und bei Biberach. Dieses Unterfangen führte immer wieder zu Protesten der lokalen Bevölkerung und zu einer politischen Diskussion über ein Fracking-Verbot.

Am Samstag, den 11. Oktober hat ein weltweites Bündnis von Frackingegnern unter dem Titel Global Frackdown zu einem Protesttag gegen das Fracking aufgerufen. Auch auf der deutschen Bodenseeseite kam es zu Kundgebungen. Dabei wurde laut SWR auf mögliche Gefahren der Gasfördermethode aufmerksam gemacht. Gerade in der Bodenseeregion stellen die beim Fracking eingesetzten Chemikalien eine Bedrohung für das Grund- und Seewasser dar.

1 Kommentar

  • bruno baur

    Hat die Bürgermeinung keinen Einfluss auf Gesundheit und Industrieller Habgier ich denke wir haben bisher genug Probleme
    mit Erdbohrungen aber was schert es unsere Regierung bevor das Kind nicht im Bach liegt .

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