Protestaktion KAGfreiland

Protest fürs Schwein

  • Dominique Haiden
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Protestaktion KAGfreilandAm Morgen des 25. Mai 2011 führten Freiwillige von KAGfreiland eine Protestaktion vor der Ernst Sutter AG, einer Tochterfirma des Agrarkonzerns Fenaco, durch. Sie entrollten ein Transparent mit der Aufschrift „Fenaco hat die Wahl – Stopp Schweinequal!“ Mit Schweinemasken und einem Käfigschwein protestierte die schweizerische Nutztierschutz-Organisation gegen den massenhaften Import von ausländischem Schweinefleisch aus tierquälerischer Haltung. Die Ernst Sutter AG ist mit rund 1000 Tonnen der grösste Schweizer Importeur von ausländischem Schweinefleisch.

Die Ernst Sutter AG bekennt sich in ihren Qualitätsrichtlinien zum Tierschutz: „Unsere Garantie für Qualität baut auf ethisches und verantwortungsbewusstes Verhalten gegenüber dem Tier und unserer Umwelt.“ Folgerichtig hat die Ernst Sutter AG viel Schweizer Fleisch, auch Labelfleisch im Sortiment. Trotzdem missachtet sie ihr eigenes Tierschutz-Bekenntnis, hat doch die Ernst Sutter AG im Jahr 2010 rund 1 Mio kg (2009 rund 1,3 Mio kg) ausländisches Schweinefleisch in die Schweiz importiert. Das Fleisch stammt aus tierquälerischer Haltung, die in der Schweiz verboten ist. Das zeigt ein Film, den KAGfreiland in einem deutschen Standardbetrieb gedreht hat. Von dort stammt Schweinefleisch für den Schweizer Markt (naturschutz.ch berichtete).

Die Ernst Sutter AG gehört zur Fenaco-Landi-Gruppe, die gemäss Selbstporträt „ein Unternehmen der Schweizer Bauern“ ist. KAGfreiland-Geschäftsleiter Roman Weibel kritisiert: „Mit dem Import von billigem und weit unter dem Schweizer Tierschutzgesetz produziertem Schweinefleisch untergräbt die Ernst Sutter AG die Tierschutzbemühungen der Schweizer Bauern und heizt den Preiskampf an.“ Auch die Landi-Tankstellenshops „Agrola“ führen Produkte aus ausländischem Quälfleisch.

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Bild: KAGfreiland

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