© Harvey McDaniel [CC-BY-SA-2.0], via Wikimedia Commons
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Gefährdete Arten durch Windanlagen bedroht

  • Nicole Wabersky
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Die Naturschutzorganisationen mountain wilderness, Pro Natura, Stiftung Landschaftsschutz Schweiz und Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz haben die Erwägungen des Kantonsgerichts zu ihrem Rekurs gegen Windanlagen auf dem Schwyberg zur Kenntnis genommen.

Sie sind der Meinung, dass die kantonalen Richter die grossen Natur- und Landschaftswerte am Schwyberg nicht richtig erkannt haben. Deshalb haben sie sich entschlossen, den Fall ans Bundesgericht weiterzuziehen.

Die Freiburger Voralpen und die Region des Schwybergs haben einen ganz besonderen Wert. Die projektierten Windanlagen würden einerseits die Landschaft zerstören, andererseits liegen sie mitten in einem Vogelzugs-Korridor.

Das Projekt gefährdet zudem die Bestände von bedrohten und gefährdeten Vogelarten, die im Gebiet brüten, einige der Windanlagen würden Vögel in einem Flachmoor von nationaler Bedeutung beeinträchtigen.

SVS/BirdLife Schweiz, die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz, Pro Natura und mountain wilderness engagieren sich dafür, dass die geltenden Gesetze eingehalten und die betroffenen Arten, Landschaften und Biotope geschont werden.

«Die Produktion erneuerbarer Energien darf keine wertvollen Naturgebiete und gefährdete Arten bedrohen»

betonen die Vertreter der NGOs. Sie haben beschlossen, den Fall an das Bundesgericht weiterzuziehen. Der Bau des Windparks auf dem Schwyberg würde die Türe öffnen für weitere Projekte mit gravierenden negativen Auswirkungen auf Landschaft und Biodiversität.

2 Kommentare

  • Bamert Markus

    Bedauerlicherweise ist es so dass die Grossen Unternehmen nur an Projekten Interesse haben wo Sie alleine die macht darüber haben. Und dies sind nun mal nur mittle und grössere Wind und Sonnenenergieanlagen. Deshalb besteht wo ohne Druck aus der Bevölkerung bei diesen Unternehmen kein Interesse an geeigneten Dachfläche in der Schweiz. Diese haben war die Gesamtleistung ein mindestens ebenso hohes Energiepotential.

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  • Michael Brandenberger

    Guten Tag

    Ich bin auch der Meinung, Naturschutz oder Vogelschutz darf durch unseren Energiehunger nicht ausgehebelt werden. Wäre darum vielleicht eine Ausführung mit Anlagen, die H-Rotoren aufweisen allenfalls eine Lösung ?
    Die Firma envergate aus dem Thurgau behauptet von ihren Anlagen, sie sei für Vögel nicht gefährlich (envergate.ch).

    Auch die Firma agilewindpower.com will ebensolche Anlagen bauen und sagt, sie seien für Vögel nicht gefährlich.

    Vielleicht wäre der Königsweg, dass die NGOs Lösungen in Zusammenarbeit mit Herstellern solcher Technologien aufzeigen, statt einfach zu boykottieren.

    Liebe Grüsse

    Michael Brandenberger

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