ProfiNatur abgebrochen

  • Silvan Kaufmann
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landschaftDas landwirtschaftliche Ökologie-Projekt „ProfiNatur“ wird abgebrochen. Ziel des Projektes war es, mit innovativen Betriebsleitern Ökologie und Landschaftspflege als landwirtschaftlichen Betriebszweig zu etablieren und die Artenvielfalt und die Kulturlandschaft im Zürcher Berggebiet zu fördern.

Das Geld dafür wäre vom Kanton und von verschiedenen Stiftungen gekommen. Andreas Bosshard, der Initiant des Projektes, schiebt dem Zürcher Bauernverband (ZBV) die Schuld für den Abbruch zu. Dieser habe es abgelehnt, in der Steuerungsgruppe mitzuwirken, mutmasslicherweise aus politischen Gründen.

Der Zürcher Bauernverband widerspricht in einer Medienmitteilung: „Man sei durchaus gewillt, innovative und effiziente Projekte zugunsten von Randregionen zu unterstützen. Aber die Tatsache, dass ein Drittel bis die Hälfte der zugesicherten Gelder nicht an die beteiligten Landwirte, sondern ins Projektmanagement geflossen wäre, sei nicht akzeptierbar. Solche Entwicklungen führten unweigerlich zu einem weiteren Aufblähen der Administration.“

Für den ehemaligen Projektleiter Andreas Bosshard vom Ö+L Büro ist dieser Vorwurf nicht haltbar. «Profi Natur» sei stark abgespeckt worden. Profitiert vom Projekt hätten vor allem die Landwirte. Das Projekt an und für sich wird auch heute noch positiv beurteilt. Deshalb wollen sich sowohl Bauernverband wie Pro Zürcher Berggebiete Gedanken über ein Nachfolgeprojekt machen.

Agraroekologie.ch
Tagesanzeiger 26.11.2009
landwirtschaft.ch 25.11.2009

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