Problem invasive Pflanzen in Alpen

  • Gavino Strebel
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alpenblumen-grossIn den Ökosystemen der Berggebiete breiten sich zunehmend gebietsfremde oder sogar invasive Pflanzenarten aus. Insbesondere in Gebirgs-Schutzgebieten kann dies zum Problem werden. Gegenwärtig sind 1500 Pflanzenarten bekannt, die in Berggebiete eindringen können. Davon werden bereits rund hundert präventiv bekämpft. Das 2005 an der ETH Zürich gegründete Mountain Invasion Research Network Miren erforscht und überwacht die globale Invasion gebietsfremder Arten in Berggebieten. Dieses Jahr, nach fünf Jahren Forschungstätigkeit, wurde ein erstes Fazit gezogen: Der Mensch ist der wichtigste Faktor für die Verbreitung fremder Pflanzen in den Berggebieten. Dies etwa durch Exoten, welche für die Bepflanzung von Beeten rund um Hotels eingeführt werden und sich oft rasch über die Gartengrenzen hinaus verbreiten. Aber auch an stark frequentierten Routen wie Bahnlinien und Passstrassen lassen sich Exoten mit Vorliebe nieder.

Trotz grossen Anstrengungen in der Forschung sind die Fortschritte im Verständnis des Invasionsprozesses bei Pflanzen relativ gering. Das Projekt Miren versucht hier genauere Informationen zu erhalten. Dazu werden Pflanzen-Invasionen auf globaler Ebene untersucht und Experimente in verschiedenen Gebirgsregionen der Welt durchgeführt. Das Projekt Miren verfolgt folgende Hauptziele:

– Beurteilung und Bewertung der Vulnerabilität von Gebirgsökosystemen gegenüber Pflanzeninvasionen

– Verständnis von Änderungen im Mechanismus der Pflanzeninvasionen

– Vorhersage von Konsequenzen des Klimawandels für Pflanzenivasionen

Praktischer Umweltschutz Schweiz (Pusch)

Mountain Invasion Research Network (Miren)

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