Pro Natura protestiert gegen geplante Luchstötungen im Kanton Solothurn

  • Redaktion Naturschutz
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In den kommenden Wochen sollen im Solothurner Jura zwei Luchse eingefangen werden, um sie innerhalb der Schweiz oder ins benachbarte Ausland umzusiedeln (siehe früherer Eintrag). Kommt die Umsiedlung nicht zustande, hat der Kanton Solothurn beschlossen, die Luchse zu töten und damit den lokalen Luchsbestand zu reduzieren. Pro Natura protestiert gegen das Töten dieser geschützten Tierart.

Gemäss Jagdgesetz ist der Luchs geschützt. Luchsbestände regulieren sich zudem grundsätzlich selber. „Wenn man allerdings regulieren will, dann sollen Luchse von dort umgesiedelt werden, wo eine ausreichende Anzahl dieser Tiere vorhanden ist.“, erläutert Pro Natura Artenschutzexperte Urs Tester. „Pro Natura protestiert gegen die Absicht, Luchse zu töten.“ Denn der Luchs sei eine gefährdete Tierart. In grossen Teilen des Schweizer Alpenraums sei der Luchs gar nicht oder nur sehr spärlich verbreitet. Solle dort diese Grosskatze wieder heimisch werden, brauche es regional gute Bestände für eine natürliche Ausbreitung oder gezielte Umsiedlungen. (sb)

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