Mozarella_BioSui-EU

Preiskampf erreicht Biomarkt

  • Monika Jung
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Mozarella_BioSui-EUBio boomt. Die Grossverteiler und sogar die Billigdiscounter haben Biomilch und -käse sowie Bioeier und Biofleisch im Sortiment. Diese Produkte stammen meistens aus der Schweiz, produziert nach den strengen Richtlinien von Bio Suisse. KAGfreiland befürchtet, dass sich das mit Freihandel und schärfer werdendem Preiskampf ändern wird.

„Billigere EU Bio-Produkte könnten Schweizer Bio-Produkte verdrängen. Zum Nachteil der Tiere“, sagt KAGfreiland-Zoologin Milena Burri. KAGfreiland hat die Richtlinien von Bio Suisse und EU Bio verglichen. Mit klaren Pluspunkten für CH BioIn der EU dürfen Tiere bis zu 24h transportiert werden, auch Bio-Tiere. Zudem ist es bei EU Bio erlaubt, Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren. Zahlreiche Bio-Betriebe in der EU haben Ausnahmebewilligungen für fehlenden Auslauf, zu kleine Stallflächen und Kastenstände. Zudem sind bei EU Bio viel grössere Tierzahlen möglich, z.B. unbegrenzte Anzahl Schweine pro Betrieb.

Schon heute werden im Schweizer Detailhandel ausländische Bioprodukte angeboten, obwohl es ein vergleichbares Schweizer Bio-Produkt gibt. Der Preiskampf hat auch den Biomarkt erreicht. Kommt der Freihandel, werden mehr ausländische Bioprodukte in Schweizer Regale gelangen. Zum Nachteil der Schweizer Biobauern, zum Nachteil der Tiere.

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