Lobaria pulmonaria, Lungenflechte

Preisgekrönte Flechten

  • Nora Kieselbach
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Die Gemeinde Kriens fördert mit der Vergabe eines Umweltpreises innovative Ideen und Aktionen von Privatpersonen und Gruppierungen sowie die Sensibilisierung der Bevölkerung für Umweltthemen. 2012 geht der Krienser Umweltpreis an drei Flechtenschützer, wie das Umwelt- und Sicherheitsdepartement mitteilt.

Der mit CHF 1500 dotierte Umweltpreis 2012 zeichnet drei Flechtenschützer aus: Karl Bürgi-Meyer hat für das Naturmuseum Luzern angefangen, Flechten im Krienser Hochwald zu erforschen. Zusammen mit dem Flechtenspezialisten Michael Dietrich (Baumbewohnende Flechten im Krienser Hochwald) und Revierförster Wendelin Zemp wurden alle vorhandenen Flechtenarten erfasst, die Standorte markiert und Schutzmassnahmen erarbeitet.

Flechten zählen schweizweit zu den am stärksten bedrohten Organismen. Der Erhalt ihrer Vielfalt – national gibt es gegen 1800 verschiedene Arten, wovon rund die Hälfte auf Bäumen wächst – ist unmittelbar mit dem Schutz intakter, naturnaher Lebensräume verbunden. Im Krienser Hochwald am Fusse des Pilatus sind solche Lebensräume dank naturnaher, nachhaltiger Waldbewirtschaftung erfreulicherweise noch zahlreich vorhanden, und so lassen sich dort gegen 200 baumbewohnende Arten finden. Das Waldgebiet beherbergt mit seinen günstigen ökologischen Bedingungen gar 40 Arten der Roten Liste und fünf national geschützte Flechten – dem Revierförster und alle den umsichtigen Waldbesitzern- und Bewirtschaftern sei Dank!

Weitere Informationen

SwissLichens – Nationales Daten- und Informationszentrum der Schweizer Flechten

Bild: Bernd Haynold [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

 

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