Plastiktueten

Plastik-Meere

  • Monika Jung
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PlastiktuetenDas Forschungsteam des Kalifornischen 5 Gyres Instituts unternimmt die erste weltweite transatlantische Forschungsreise zur Kunststoffverschmutzung in allen fünf ozeanischen Wirbelfelder, berichtet nachhaltigkeit.org, das Infoportal für nachhaltige Wirtschaft & Politik.

Besatzungsmitglied Stiv Wilson sagt: „Ozeanische Plastikverschmutzung ist eine globale Katastrophe.“ Jede der insgesamt 70 Wasserproben enthielt kleine Plastikfragmente, egal, wo sie entnommen wurde. Im südatlantischen Wirbelfeld zählten die Forschenden Hunderte von treibenden Objekten, wie Eimer, Wasserflaschen und sogar Baustellenhelme.

Die Forschungsarbeit des Instituts baut auf Entdeckungen der amerikanischen Algalita Marine Research Foundation auf, die bereits vor einigen Jahren Plastikverschmutzung im nordpazifischen Wirbel entdeckte. Dort hat sich ein ,,grosser pazifische Müllstrudel“ aus gut drei Millionen Tonnen Plastikmüll gebildet – auf einer Fläche so gross wie Mitteleuropa, schreibt das Infoportal für nachhaltige Wirtschaft & Politik. Doch niemand hatte bislang die Verschmutzung der anderen vier Wirbelfelder erforscht.

Der Grund dafür, weshalb sich die Meere in schwimmende Müllhalden verwandeln, wird klar, wenn man sich die globalen Statistiken des Plastikkonsums anschaut. Die Produktion von Kunststoffen stieg in den letzten 30 Jahren um mehr als 500 Prozent an. Mindestens ein Viertel der weltweit produzierten Kunststoffe landet in einem der Ozeane, erklärt Anna Cummins, Mitbegründerin des 5 Gyres Institut: „Wir leben in einer Wegwerfgesellschaft. Uns hat besonders schockiert, dass wir Kunststoffe überall im Ozean gefunden haben, vom Anfang der Reise bis zum Ende. Es gibt keinen einzigen plastikfreien Teil des Meeres mehr“. Zudem fanden sie tote Vögel, Fische und Wale, deren Mägen mit Plastik gefüllt waren.

Weitere Informationen

nachhaltigkeit.org (Vollständiger Artikel)

Bild: Muriel Gottrop/wikimedia

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