Mikroplastasarp

Plastik in Lebensmittel

  • Daniela Cervenka
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Plastik  ist in unserem Alltag allgegenwärtig und kaum wegzudenken. Genau damit beginnt das Problem: Plastik wird nicht nur als Trinkflasche oder Tragtasche benutzt sondern es befindet sich auch als Kleinstpartikel (Mikropartikel) in unseren Duschcremes. Die kleinen Polyethylen Teilchen werden für einen mechanischen Reinigungseffekt in Duschcremes oder Zahnpasta eingesetzt.

Diese Pflegeprodukte sollen laut Recherchen des NDR-Verbrauchermagazins Markt der Grund sein, dass Lebensmittel wie Honig und sogar Leitungswasser mit Plastik verunreinigt sind. Die Kläranlagen können diese Mikroteilchen aus dem Abwasser nur ungenügend filtern und ein Teil gelangt so in die Umwelt. Doch auch im Klärschlamm befinden sich Plastikteilchen und gelangen während der Düngung der Felder in den Boden und durch den Wind können diese Plastikteilchen sogar in die Atmosphäre verfrachtet werden.

Mikroplastik ist besonders für Wassertiere gefährlich, da sich das Plastik im Verdauungstrakt anreichert und so der Platz für Nahrung fehlt. Die Tiere verhungern mit vollem Magen oder erleiden einen Darmverschluss. Wie sich die Plastikteilchen über längere Zeit  auf uns Menschen auswirken, wurde bisher noch nicht ausreichend erforscht. Jedoch haben Experimente mit Miesmuscheln aufgezeigt, dass diese mit Entzündungsreaktionen auf die Mikropartikel reagieren.

Man sollte sich darum beim nächsten Einkauf nicht auf die Angabe „natürliche Inhaltsstoffe“ verlassen, sondern einen Blick auf die Inhaltsangabe werfen und die Finger von Produkten lassen, welche Polyethylene enthalten.

Sendung Verbrauchermagazin Markt

Bild: von Dantor (Diskussion) 20:55, 18 November 2013 (UTC) (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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