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Pigmente der Zebrafisch-Embryonen

  • Nicole Wabersky
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Für tagaktive Tiere wie Zebrafisch-Embryonen, die in seichten Tümpeln in den Reisfeldern Indiens heranwachsen und beinahe durchsichtig sind, stellt die Sonnenexposition ein besonderes Problem dar. Kurzwelliges Licht – die ultraviolette Strahlung – besitzt eine hohe Energie und schädigt so das Erbgut.

Die Neurobiologen Stephan Neuhauss und Kaspar Müller vom Institut für Molekulare Biologie der Universität Zürich wollten daher herausfinden, mit welchen Mechanismen und ab welchem Entwicklungsstadium Zebrafisch-Embryonen ihr Erbgut vor der aggressiven UV-Strahlung schützen. Für ihre Studie untersuchten die Wissenschaftler die Embryonen von Zebrafischen. Deren Hautzellen besitzen bereits am zweiten Tag nach der Befruchtung als Melanosome bezeichnete Pigmente.

Im Embryonalstadium sind die Pigmente laut den Neurobiologen ein Schutz gegen die ultraviolette Strahlung. Mit Eintreten der Sehfähigkeit nach drei Tagen können die Tiere eigenständig den Untergrund wechseln und sich so gegen die Strahlung schützen. Nachdem auch die Haut nicht mehr transparent ist haben dann die Pigmente primär nicht mehr die Schutzfunktion gegen die Sonnenstrahlung, sondern dienen der Tarnung.

Weitere Informationen – UZH

Bild: Marrabbio2 (Own work) [Public domain], via Wikimedia Commons

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