Pestizide verringern Artenvielfalt

  • Gavino Strebel
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091008_rebhuhn_gIn unserer ausgeräumten Kulturlandschaft ist nicht mehr viel Platz für Natur. Eine agrarökologische Studie der Universität Göttingen hat gezeigt, dass der Hauptgrund für die Verringerung der Tier- und Pflanzenvielfalt Spritzmittel wie Insektizide oder Fungizide sind. Auf einem mit Pestiziden behandeltem Acker kommen nur halb so viele Arten vor wie auf einem ökologisch bewirtschafteten.

Für die Studie wurden 150 Weizenfelder in Deutschland, den Niederlanden, Schweden, Irland, Spanien, Polen, Estland und Frankreich untersucht. Die Wissenschaftler haben die spezielle Lage der Felder, den Charakter der Landschaft, die Bodenbeschaffenheit, die Nähe zu anderen Biotopen und besonders die Art des Landbaus und des damit verbundenen Einsatzes verschiedener Geräte und Substanzen bewertet. Ziel war es, die Wirkung einzelner Faktoren auf die Vielfalt von Pflanzen und Tieren festzustellen. Gemäss Professor Teja Tscharntke von der Universität Göttingen zeigt die Studie ein eindeutiges Resultat: der Hauptgrund für die Verringerung der Tier- und Pflanzenvielfalt seien Spritzmittel wie Insektizide oder Fungizide.

Landwirtschaftlicher Informationsdienst (lid)

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