Parlament gegen Gaskraftwerk

  • Monika Jung
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gaskraftwerk127 Parlamentarier/innen aus allen Fraktionen fordern den Bundesrat in zwei heute eingereichten Motionen auf, die Sonderbehandlung für das geplante Gaskraftwerk Chavalon zu beenden und dafür zu sorgen, dass alle fossil-thermischen Kraftwerke eine Wärmenutzung vorsehen und einen Mindestwirkungsgrad gemäss bestem Stand der Technik einhalten müssen. Genau das fordert auch der WWF.

Das geplante Gaskraftwerk Chavalon soll an einem völlig ungeeigneten Ort entstehen, weshalb die Abwärme des Kraftwerks nicht genutzt werden kann, was aber vorgeschrieben wäre. Naturschutz.ch berichtete bereits über die vom Bundesrat in die Verordnung eingebaute Ausnahmebewilligung, welche für das Projekt entscheidend wäre. Die Motionen fordern nun vom Bundesrat, auf seinen Entscheid zurückzukommen. „Der Bundesrat hat durch die Festlegung eines tieferen minimalen Wirkungsgrads für Chavalon auf Verordnungsebene die gesetzgeberischen Rechte des Parlaments auf eklatante Weise verletzt.“

Hans-Peter Fricker, CEO des WWF Schweiz, spricht von einem klimapolitischen Sündenfall: „Das Kraftwerk Chavalon stösst jährlich 660‘000 Tonnen CO2 aus – das entspricht der Menge von einer Viertelmillion Autos. Umso mehr kommt es für uns nicht in Frage, wenn die ganze Abwärme eines solchen Kraftwerks einfach in die Luft verpufft.“

WWF Schweiz

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