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Ist das Klimaabkommen ein Lichtblick für die Umwelt? | © Yann Caradec [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Pariser Klimaabkommen ist unterzeichnet

  • Amanda Buol
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Am 22. April unterzeichnete Bundesrätin Doris Leuthard das Pariser Klimaabkommen. Nun muss der Unterschrift auch Taten Folgen. Da bestehe noch Handlungsbedarf, meint die Klima-Allianz.

170 Nationen haben am 22. April 2016 bei der UNO in New York ihre Unterschrift unter das Pariser Klimaabkommen gesetzt. Auch Bundesrätin Doris Leuthard ist für den Festakt nach New York gereist. Mit dem Pariser Klimaschutz-Abkommen beginnt für die internationale Klimapolitik eine neue Ära. In diesem Abkommen verpflichten sich erstmals alle 195 Vertragsstaaten dazu, ihre Treibhausgasemissionen so weit zu senken, dass der Anstieg der globalen Erwärmung im Durchschnitt auf deutlich weniger als 2 Grad Celsius begrenzt wird, teilt das BAFU mit. Die Schweiz setzte sich sogar für ein Ziel von 1.5 Grad ein.

Die Klima-Allianz, zu der sich 60 Schweizer Umweltorganisationen zusammen geschlossen haben, zeigen sich enttäuscht, dass die Bundesrätin ohne Klimaplan zur Unterzeichnung des Paris-Abkommens abgereist ist. Sie benennt wichtige Punkte, wo die Schweizer Klimapolitik Handlungsbedarf hat.

So ist für die Klima-Allianz klar, dass die Schweiz einen gerechten Beitrag zur Zielerreichung leisten muss. Damit unser Land auch die damit verbundenen Chancen nutzen kann, müssen folgende Punkte Teil der Schweizer Klimapolitik werden. So müssen alle Sektoren angegangen werden, auch der von fossilen Energieträgern getriebene Verkehr. Dabei soll die Klimagasbilanz in der Schweiz auf Null, sowie die direkten und indirekten Emissionen im Ausland, reduziert werden. Auch die Verantwortung für die Auswirkungen des Klimawandels in Entwicklungsländern müsse die Schweiz wahrnehmen. Der Schweizer Finanzplatz und die Schweizer Pensionskassen sollen sich konsequent an einer fossilfreien Energiezukunft ausrichten.

Nach Paris und nun New York sind die Ziele und Zeichen gesetzt, jetzt gilt es mit Elan den Vertrag umzusetzen.

Patrick Hofstetter, Koordinator der Klima-Allianz

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