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Ist das Klimaabkommen ein Lichtblick für die Umwelt? | © Yann Caradec [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Klimaabkommen – Wichtiger Schritt in richtige Richtung

  • Amanda Buol
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Nachdem die Klimakonferenz um einen Tag verlängert wurde, konnte man sich schliesslich am 12. Dezember 2015 für ein Abkommen einigen. Trotzdem sind nicht alle Länder zufrieden. Das Abkommen konnte nur durch viele Kompromisse ausgearbeitet werden und verpflichtet alle Staaten zu Schutzmassnahmen. 

Am Wochenende wurde ein deutlicher Fortschritt im Kampf gegen die Erderwärmung gemacht. An der Pariser Klimakonferenz COP21 konnte man sich nach langer Diskussion auf ein weltweites Klimaabkommen einigen. Ziel ist es, die Erderwärmung auf 1.5 – 2 Grad zu begrenzen. Zusätzlich werden technische und finanzielle Mittel für Entwicklungsländer vorgesehen. Zur Erreichung des Ziels haben sich sämtliche Länder verpflichtet, Massnahmen gegen den Klimawandel durchzuführen. Dabei muss jedes Land einen unterschiedlich grossen Beitrag leisten.

Die Umweltorganisationen sind mit dem Abkommen nicht ganz zufrieden. So meint Patrick Hofstetter, Leiter Klima- und Energie beim WWF Schweiz und Mitglied der Schweizer Verhandlungsdelegation, dass die Substanz diese Abkommens zu schwach sei, um den gefährlichen Klimawandel zu verhindern. Es führe zwar in die richtige Richtung, viele Punkte wurden jedoch vertagt.

„Es gibt also noch viel zu tun. Wenn alle Staatschefs und Umweltminister ihre eigenen Worte ernst nehmen würden, wäre sehr viel erreicht.“

Patrick Hofstetter, Leiter Klima- und Energie WWF Schweiz und Mitglied der Schweizer Verhandlungsdelegation

Nun geht es an die Umsetzung des Abkommens, was Sache der Länder ist. Wie die Treibhausgase gesenkt werden soll, wurde an der Konferenz in Paris nicht Besprochen. Im Vorfeld hatten jedoch bereits 185 der 195 Länder Pläne zur Minderung der Treibhausgase für den Zeitraum 2020 – 2030 eingereicht. Um das erklärte Ziel erreichen zu können müssen nun nach Worten Taten folgen. Wie der WWF Schweiz schreibt dürfe dafür ab sofort kein Geld mehr in Infrastruktur für fossile Energien fliessen. Greenpeace ruft vor allem die Politik zum Handeln auf. Insbesondere bei der Revision des CO2-Gesetzes, der Energiestrategie 2050 und beim Ausbau von fossilen Infrastrukturen, wie die 2. Gotthard-Röhre, solle das Parlament Klimafreundlich entscheiden.

Weiterführende Artikel zur Klimakonferenz in Paris finden Sie hier:

COP21: Bedeutende Fortschritte stehen noch aus

Vielversprechender Start des Klima-Gipfels

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