Im «Parc Adula»: Laghetto dei Corti im Val Malvaglia, im Hintergrund der Adula (Rheinwaldhorn) | © Pro Natura / Raphael Weber
Im «Parc Adula»: Laghetto dei Corti im Val Malvaglia, im Hintergrund der Adula (Rheinwaldhorn) | © Pro Natura / Raphael Weber

Parc Adula als einzigartige Chance für Mensch und Natur

  • Judith Schärer
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Die Verantwortlichen des «Parc Adula» präsentierten dieser Tage den Gestaltungsplan (Charta) des im Entstehen begriffenen Nationalparks in der Region um den Adula. Der Park stellt eine einzigartige Chance für den langfristigen Erhalt der grandiosen Landschaft und des Naturerbes sowie für eine nachhaltige wirtschaftliche Perspektive der Region dar.

Aus Überzeugung stellen sich Pro Natura und ihre Kantonalsektionen Graubünden und Tessin hinter die Idee des «Parc Adula» und den basisdemokratischen Prozess, der einen Nationalpark der neuen Generation entstehen lässt. Vor 5 Jahren haben die 17 Gemeinden in der Region des geplanten «Parc Adula» beim Bund den Antrag gestellt, als Kandidat für einen neuen Nationalpark zu gelten. Mit der Präsentation des konkreten Gestaltungsplans, der Park-Charta, nimmt der «Parc Adula» nun einen nächsten wichtigen Schritt.

Schritt für Schritt zu einem Nationalpark der neuen Generation

Mit der Vernehmlassung zur Park-Charta wird die Diskussion über Teilbereiche des Projektes beginnen. Diskussionspunkte sind beispielsweise die Definition des genauen Parkgebietes oder einzelne Regeln, die im Parkgebiet gelten sollen. Dabei besteht die Gefahr, dass das Gesamtziel vergessen geht; ein Gesamtziel, welches nur schrittweise und in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung erreicht werden kann: Den langfristigen Erhalt der wertvollen Tier- und Pflanzenwelt und der grandiosen Landschaft rund um das Rheinwaldhorn in Kombination mit einer langfristigen und nachhaltigen regionalwirtschaftlichen Perspektive für die Bevölkerung der Region. «Der Nationalpark ‹Parc Adula› wird für alle ein Gewinn sein – für die Natur und die Menschen. Davon bin ich überzeugt», bekräftigt Pro Natura Präsidentin Silva Semadeni.

Im «Parc Adula«: Krokusse bei Gorda im Bleniotal|© Pro Natura / Raphael Weber
Im «Parc Adula«: Krokusse bei Gorda im Bleniotal|© Pro Natura / Raphael Weber

Nur im Auftrag der Bevölkerung

Der «Parc Adula» kann nur im Auftrag der 17 Park-Gemeinden und ihrer Wohnbevölkerung entstehen. Pro Natura sieht im Ja zum «Parc Adula» denn auch ein grundsätzliches Ja zu einem langfristigen Erhalt der wertvollen Natur und zur Schaffung einer nachhaltigen wirtschaftlichen Perspektive für die Menschen in den Regionen des «Parc Adula» führen wird. Im Rahmen der Vernehmlassung zur Park-Charta wird Pro Natura, wenn nötig, Vorschläge machen, wie dieser Prozess noch besser auf die Ziele ausgerichtet werden kann.

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