Für Palmölplantagen wird flächenweise Regenwald zerstört. | © vincentraal, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr
Für Palmölplantagen wird flächenweise Regenwald zerstört. | © vincentraal, [CC-BY-SA-2.0], via Flickr

Palmöl soll aus Zürcher Küchen verbannt werden

  • Amanda Buol
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Verpflegungsbetriebe in Zürich sollen auf Palmöl verzichten. Dazu wurde ein Postulat vom Gemeinderat der Stadt Zürich an den Stadtrat überwiesen.

Palmöl ist weltweit ein wichtiges Öl in Lebensmittel weil es vor allem ein billiger Ersatz ist. Die Herstellung ist jedoch umstritten, da in Ländern wie Südostasien enorme Flächen des Regenwaldes abgeholzt, so Lebensräume für zahlreiche Arten zerstört und Unmengen von Treibhausgasen freigesetzt werden. Zum Schutz des Regenwaldes hilft nur die Senkung der Nachfrage nach palmölhaltigen Produkten. Darum muss es in der Schweiz ab Januar 2016 klar deklariert werden (naturschutz.ch berichtete).

Das ist aber nicht genug. SP und Grüne fordern nun in einem Postulat, dass die städtischen Verpflegungsbetriebe in Zürich auf die Verwendung palmölhaltiger Lebensmittel verzichten sollen. Dies bedeutet jedoch nicht, dass kein Palmöl mehr in Betrieben verwendet werden darf. Wichtig sei vor allem, dass die Beteiligten sensibilisiert und Ersatzmöglichkeiten, wie Rapsöl, geprüft werden, so die Postulanten. Die Stadträtin Claudia Nielsen, Vorsteherin des Gesundheits- und Umweltdepartements, meint, dass vieles Möglich sei. Meist spiele das Geld jedoch eine Rolle. Trotzdem wolle man negative Auswirkungen „nicht begünstigen“. Auch sei die Stadt Zürich bereits an zahlreichen nachhaltigen und sozialverträglichen Projekten beteiligt. Daher sei der Stadtrat bereit, das Postulat entgegenzunehmen und zu prüfen.

Mit 73 Ja- zu 48 Nein-Stimmen wurde der Vorstoss des Gemeinderats nun der Stadt Zürich übergeben. Vor allem SP, Grüne, AL und GLP unterstützen das Postulat. SVP, FDP und CVP waren dagegen. Die Frist der Prüfung des Postulats beträgt nun 24 Monate.

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