Ozonschicht schwächt sich nicht weiter ab

  • Monika Jung
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wolke HimmelTreibhausgase wie Kohlendioxid, Methan und Lachgas führen zur Erwärmung des Klimas. Niedrige Ozonkonzentrationen in der Stratosphäre verursachen Sonnenbrand. Wasserdampf bestimmt wesentlich sowohl die Wetter- wie auch die Klimaentwicklung. Trotz kleinster Konzentrationen haben diese chemischen Substanzen in der Atmosphäre eine grosse Wirkung. Das weltumspannenden Programm „Globale Überwachung der Atmosphäre“ (Global Atmosphere Watch GAW) der Weltorganisation für Meteorologie WMO befasst sich daher mit der chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre und damit zusammenhängenden Merkmalen wie der Strahlung. In der Schweiz koordiniert das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz das nationale Programm GAW-CH. In der Konferenz vom 18. bis 19. Januar 2011 an der ETH-Zürich stellte MeteoSchweiz gemeinsam mit den beteiligten Forschungsinstitutionen die wichtigsten Resultate der vergangenen Etappe vor.

Das internationale Teilverbot der Gase, die die Ozonschicht in etwa 15 bis 50 km Höhe abbauen, zeigt erste positive Auswirkungen. Obschon das Ozonloch im antarktischen Frühling immer noch regelmässig auftritt, zeigt sich in den langjährigen Messungen von MeteoSchweiz in Arosa und Payerne eindeutig, dass sich die Ozonschicht über der Schweiz nicht weiter abschwächt. Mithilfe weiterer Messungen der EMPA lassen sich zudem die Emissionen der Ozonschicht abbauenden Gase der europäischen Länder ermitteln und somit die Einhaltung des Verbots überprüfen. Die Weiterführung dieser Messungen ist äusserst wichtig, um in den nächsten Dekaden eine Erholung der Ozonschicht überprüfen zu können.

Auch Wasserdampf als wichtigstes natürliches Treibhausgas und die Sonnenstrahlung wird beobachtet, um das Verständnis des Klimasystems zu verbessern. Mit neuen Beobachtungsnetzen lassen sich kleinste Veränderungen im Strahlungshaushalt der Erde erkennen, was wichtige Informationen nicht nur für die Klimaforschung sondern auch für das Gesundheitswesen sind.

Die Forschungsstation Jungfraujoch bietet aufgrund ihrer Lage auf 3580 m ideale Bedingungen für die Messung von Spurengasen und Aerosolen. EMPA, PSI, ETH-Zürich, die Universität Liège, MeteoSchweiz und weitere Forschungsstellen betreiben dort eine breite Palette von Messinstrumenten. Ihre Resultate fliessen regelmässig in internationale Ozon- und Klimaberichte.

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