© Sven Scharr (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
© Sven Scharr (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Osttangente: Deckel zu – Lärmschutz jetzt

  • Nicole Wabersky
  • -

Der VCS beider Basel verlangt umgehend den Lärmschutz an der Osttangente, zu dem der Bund bis 2015 verpflichtet ist.

Das entsprechende Sanierungsprojekt, die Verbindlichkeit und Finanzierung muss das Bundesamt für Strassen (Astra) endlich erarbeiten und sicher stellen. Davon kann das Astra auch mit seinen Tunnelträumen nicht ablenken: Auf die Osttangente gehört ein Deckel und das sofort.

Schlecht nachvollziehbar, wie Astra-Direktor Dieterle zur Überzeugung kommt «Was lange währt wird endlich gut». Mit dem Tunnelvorschlag löst er vielleicht in ferner Zukunft und höchstens kurzfristig seinen «hässlichsten Engpass der Schweiz». An der hässlichsten Autobahn quer durch Basel ändert das aber nichts.

In der Präsentation schreibt das Astra: «A2 bleibt in heutiger Form bestehen». Vom Lärmschutz, der gemäss Lärmschutz-Verordnung bei den Nationalstrassen bis spätestens 31. März 2015 fällig ist, findet sich kein Wort. Weder Temporeduktion, Lärmschutzwände, Einhausung oder Überdeckung sind ein Thema.

Schleierhaft ist auch, wie ein Tunnel das nachgeordnete Strassennetz entlasten soll, wenn die oberirdische Osttangent unverändert bestehen bleibt. Nur 20 Prozent des Verkehrs auf der heutigen Osttangente ist Transitverkehr, welcher den Tunnel nützen würde.

Die Entlastung der oberirdischen Osttangente macht sie für neuen Verkehr attraktiv, so der VCS laut Mitteilung: Wer nur aus Staugründen auf den öffentlichen Verkehr auswich, würde auf die Strasse zurückkehren, die sich im Nu wieder auffüllen wird.

Dieser Mehrverkehr aber taucht nicht aus dem nichts auf, sondern gelangt via Stadt- und Gemeindestrassen hierhin. An der Lärmsituation wird sich für die Osttangenten-AnwohnerInnen somit nichts ändern. Der motorisierte Verkehr und damit auch der Lärm wird aber auf dem nachgeordneten Strassennetz zunehmen.

Beitrag kommentieren