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Organismen im Boden beeinflussen Ökosystemfunktionen

  • Nicole Wabersky
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In einer Handvoll Feldboden lassen sich Milliarden Bakterien, viele hundert Meter an Pilzfäden und eine Vielfalt an Milben, Fadenwürmern, Regenwürmern und Gliedertieren finden. Deren Einfluss auf verschiedene Ökosystemfunktionen untersuchten Agroscope und die Universität Zürich in kontrollierten Modell-Ökosystemen.

Die 
meisten Studien zur Entwicklung der 
Artenvielfalt konzentrierten sich bisher 
auf die oberirdische Biodiversität. Ein
 Grossteil der Biodiversität befindet 
sich jedoch unter unseren Füssen. In der vorliegenden Studie wurden mit einer erhöhten Boden-Biodiversität positive Effekte, wie grössere Pflanzenvielfalt oder bessere Aufnahme von Nährstoffen, in den untersuchten Modell-Ökosystemen verstärkt. Gleichzeitig wurden negative Effekte wie die Lachgas-Produktion oder Nährstoffauswaschung vermindert.

Laut dem Ergebnis der Studie werden mit zunehmendem Rückgang der Boden-Biodiversität die erwünschten Ökosystemfunktionen wie Pflanzenvielfalt und Freisetzung von Nährstoffen aus organischem Material im Boden reduziert. Dagegen verstärken sich die  unerwünschten Effekte: Mehr klimawirksames Lachgas (N2O) wurde emittiert und mehr Nährstoffe wurden ausgewaschen.

Medienmitteilung Agroscope

Bild: Joris Egger (Own work) [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

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