Öl im Meer

  • Caroline Nienhuis
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800px-Oil_rig_(Nepenthes)Seit der Bohrinsel Explosion im Golf von Mexiko (naturschutz.ch berichtete) im vergangenen April, ist es BP erstmals gelungen den Ölaustritt zu stoppen. Gemäss offiziellen Schätzungen sind bis anhin um die 0.8 Millionen Tonnen Öl ins Meer geflossen. Der Ölteppich im Golf von Mexiko sei inzwischen so gross wie der Kanton Bern, schreibt Professor Bernhard Wehrli von der ETH Zürich. Es handle sich um einen der grössten und teuersten Ölunfälle der Geschichte.

Gemäss Prof. Wehrli gibt es aber auch natürliche Ölquellen im Meer. So werden schätzungsweise 0.6 Millionen Tonnen Erdöl pro Jahr am Meeresboden freigesetzt. Zusätzlich werden durch die weltweite Erdölwirtschaft über Betrieb, Transport und Unfälle ca. 0.7 Millionen Tonnen Öl pro Jahr im Meer verteilt. Diese beiden Werte zeigen, dass die jährliche Ölbelastung der Weltmeere mindestens genauso gross ist wie das Ölleck im Golf von Mexiko, meint Prof. Wehrli. Diese Ölverschmutzung sei eine Belastung für die empfindliche Ökosysteme an Meeresküsten, welche durch die Entwicklung der Ölindustrie noch stärker unter Druck stehen. Der Unfall der „Deepwater Horizon“ habe einmal mehr die ökologischen Risiken aufgezeigt und klar gemacht, dass sich Investitionen in erneuerbare Energieformen lohnen.

ETH-Klimablog – Öl im Golf

Tages Anzeiger Bericht

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