Blumenwiese

Ökologische Landwirtschaft kommt zu kurz

  • Monika Jung
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BlumenwieseDie Umwelt- und Naturschutzverbände Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz, Pro Natura und WWF Schweiz sind unzufrieden mit der geplanten Verteilung der Gelder im Agrarbudget 2014-2017. Sie fordern vom Bund, dass mit mindestens der Hälfte der Direktzahlungs-Gelder die Biodiversität sowie die Bio- und Extenso-Landwirtschaft gefördert werden.

Der Bundesrat veröffentlichte vor zwei Jahren einen wegweisenden Bericht zur Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems und letzte Woche folgte vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) der konkrete Vorschlag zur Mittelverteilung im Agrarbudget. Pro Natura, der SVS/BirdLife Schweiz und WWF Schweiz kritisieren, dass die Lösung der Umweltprobleme viel zu zögerlich angegangen wird und die standortgerechte Produktion zu wenig Geld bekommt. Die Schliessung von Ziellücken, insbesondere in den Bereichen Biodiversität und Ressourcenschutz, wird noch zu wenig entschlossen angegangen. Die drei Organisationen stehen aber nach wie vor hinter dem vom BLW ausgearbeiteten Konzept zur Weiterentwicklung des Direktzahlungssystems. Sie stützen das Prinzip, dass in Zukunft nur noch zielgerichtete Leistungen abgegolten werden.

Pro Natura, der Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz und der WWF Schweiz erwarten, dass mindestens 50 Prozent der Steuergelder für die Förderung der Biodiversität und in die ökologischen Produktionsmethoden Bio und Extenso fliessen. Für die Bäuerinnen und Bauern muss klar sein, dass Ökologie und Produktion keine Gegensätze, sondern die einzige nachhaltige Wirtschaftsform mit Zukunft ist.

Schweizer Vogelschutz SVS/BirdLife Schweiz

WWF Schweiz

Pro Natura

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