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ökologische Grossveranstaltungen

  • Silvan Kaufmann
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festivalGrossveranstaltungen belasten die Umwelt. Umso wichtiger ist es, die Belastung möglich klein zu halten. Paléo Festival Nyon, OpenAir St. Gallen, Lucerne Marathon, Engadin Ski Marathon und Orange Cinema tun das am besten – das zeigt eine neue Studie des WWF. Am anderen Ende der Rangliste stehen die Fussball- und Eishockey-Veranstalter.

Grossveranstaltungen in Sport und Kultur locken in der Schweiz jährlich gegen 9 Millionen Besucher an. Das bedeutet gute Unterhaltung, aber auch eine grosse Umweltbelastung. Die An- und Abreise sowie die Verpflegung fallen dabei besonders ins Gewicht. Für die Studie wurden zudem die Bereiche Abfall/Wasser und Energie/Infrastruktur sowie die Existenz und die Qualität eines Umweltkonzepts untersucht.

Die ökologischen Spitzenreiter unter den Veranstaltungen zeigen, wie sich die Umwelt-Performance positiv beeinflussen lässt. Das Paléo Festival Nyon, das OpenAir St. Gallen, der Lucerne Marathon, der Engadin Ski Marathon und die Orange Cinema fördern die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr, haben fast alle ein Umweltkonzept, nutzen Ökostrom, kompensieren ihre CO2-Emissionen, setzen auf Recycling und teilweise auch auf Bio-Catering.

Ganz anders sieht es bei den Veranstaltern im Fussball und Eishockey aus. Ein Umweltkonzept fehlt bei allen Vereinen, die bei der Studie mitgemacht haben. Auch Mehrweggeschirr oder andere Umweltmassnahmen im Catering gibt es fast nirgends. Immerhin ist die Anreise mit dem ÖV teilweise im Ticketpreis inbegriffen. Auch beim Filmfestival Locarno, bei den Omega European Masters Crans Montana (Golf) oder bei den meisten eidgenössischen Volksfesten werden Umweltanliegen nur sehr schwach berücksichtigt (siehe Liste unten).

Mit der Studie des WWF Schweiz wird die Umwelt-Performance der Grossveranstaltungen erstmals umfassend eingeschätzt. Sie liefert den Veranstaltern Anregungen, wie das Umweltmanagement verbessert werden kann. „Selbst die Champions haben noch Potenzial“, sagt Damian Oettli von WWF Schweiz. Positiv für Oettli: „Publikum wie Sponsoren schätzen das Umweltengagement. Es nützt darum nicht nur der Natur, sondern auch den Veranstaltern.“

WWF  
Studie: Umweltrating Grossveranstaltungen 

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