AKW Kernkraftwerk Atomkraftwerk Leibstadt

Ohne AKW-Stilllegung droht Pseudoausstieg

  • Eliane Küpfer
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Vor zwei Jahren hat der Nationalrat mit dem Entscheid keine neu- en Atomkraftwerke zu bewilligen den Atomausstieg in die Wege geleitet. Doch heute hat er die Motion zur Laufzeitbeschränkung der Schweizer AKWs zurückgewiesen, teilt die Schweizerische Energie-Stiftung SES mit. Diese Politik erhöht das Risiko für die Bevölkerung.

Je älter die Atomkraftwerke sind, desto unsicherer werden sie. Einer- seits versprödet das Material, die Strahlung beschleunigt diesen Prozess zusätzlich. Gewisse Komponenten werden deshalb unzuver- lässiger. So hat der Kernmantel im AKW Mühleberg Risse und der Stahl des Sicherheitsbehälters im AKW Beznau rostet. Schweizer AKW sind mit unter die ältesten der Welt.

Die SES erwartet, dass sich ein Stilllegungsplan für den Schweizerischen Atompark insbesondere an die uralten AKW in Mühleberg und Beznau richtet. Diese Reaktortypen seien um den Faktor 10 gefährlicher als Leibstadt und Gösgen und wurden in Deutschland bereits vor 15 Jahren ausser Betrieb genommen. Nachrüsten kann dieses Defizit nicht gut machen. Daher fordert die SES die Energiekommission auf, insbesondere die Gefahren in den AKW Mühleberg und Beznau ernst zu nehmen. Für die beiden anderen Atomkraftwerke braucht es endlich eine fixe Laufzeit von 40 Jahren.

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Bild © Eliane Küpfer

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