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Offenheit bei Tierversuchen gefordert

  • Redaktion Naturschutz
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Seit 2003 stieg die Anzahl der in Tierversuchen verwendeten Tiere um 100’000 auf 726’392 Tiere, obwohl laut Gesetz Alternativmethoden bevorzugt werden müssten. Der Schweizer Tierschutz STS setzt sich zum Ziel, dass innert zehn Jahren zumindest die schwerbelastenden Tierversuche überflüssig werden. Tierversuche sollen nicht mehr länger unter Ausschluss der Öffentlichkeit in den abgeschotteten Labors der Wissenschaftler stattfinden, ohne kritische Hinterfragung über deren Sinn und Berechtigung.

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Nach dem Gesetz dürfen Tierversuche eigentlich nur bewilligt werden, wenn keine alternative Methode zur Verfügung steht. Dies tönt gut – doch in der Praxis nützt dies den hunderttausenden Mäusen, Ratten, Meerschweinchen, Hunden, Katzen und Affen nichts, welche für teilweise fragwürdige Experimente oft unter langem, qualvollen Leiden ihr Leben lassen müssen. Denn die Statistik zeigt einen deutlichen Aufwärtstrend: Seit Jahren steigen die Zahlen der für Tierversuche verwendeten Tiere konstant. Allein im Jahre 2007 wurden 726 392 Tiere in der Schweiz für Versuche geopfert. Nach Einschätzung des Schweizer Tierschutz STS ist dies ein Beweis für die lasche Bewilligungspraxis durch die zuständigen Behörden und für den ungenügenden Einsatz von Alternativen zum Tierversuch.

Dabei kritisiert der STS nicht nur die steigende Zahl der Tierversuche, sondern auch die mangelnde Transparenz. Bürgerinnen und Bürger müssten nach Ansicht des STS die Möglichkeit haben, sich frei ein Bild von Tierversuchen zu machen. Durch seine breit angelegte Aufklärungsarbeit in der Gesellschaft möchte der STS erreichen, dass innert zehn Jahren zumindest keine schwer belastenden Tierversuche mehr durchgeführt werden.

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