© Sludge G [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Öffentliche Freiräume sind Gesundheitsressourcen!

  • Kathrin Ruprecht
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Viele öffentliche Freiräume innerhalb der Siedlungsgebiete sind oft vernachlässigt und wenig attraktiv. Die Qualität dieser Räume beeinflusst jedoch die Akzeptanz der Bevölkerung für die unabdingbare Siedlungsentwicklung nach innen.

Das im 2013 von den Bürger/innen mit grossem Mehr angenommene Raumplanungsgesetz fordert eine Siedlungsentwicklung gegen innen. Dieser Richtungswechsel ist richtig, nur damit kann die Zersiedlung gebremst werden. Damit jedoch eine hohe Lebensqualität erreicht wird, muss zwingend parallel zur inneren Verdichtung der öffentliche Raum – sowohl urbane Plätze wie auch Naturräume – aufgewertet und sorgfältig geplant werden, schreibt die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Nur mit einer hohen Qualität der Freiräume wird die Bevölkerung für dichteres Bauen zu gewinnen sein. Dafür braucht es eine konsequente Planung und Aufwertung der Freiräume. Hier setzt die Broschüre an und zeigt anhand von Beispielen, wie die Gemeinden das Thema aufgreifen können.

Seit kurzem setzt sich die Forschung mit den Auswirkungen der Landschafts- und Siedlungsqualität auf die Gesundheit auseinander. So zeigt eine Fallstudie der SL im Liebefeld- Quartier (Köniz BE, www.sl-fp.ch) auf, welche Raumqualitäten sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Landschaft kann als Gesundheitsressource aufgefasst werden. Entscheidungsträger und Planungsfacheute erhalten somit eine wichtige Argumentation mit Blick auf die Innenentwicklung der Siedlungen. Eine neue Broschüre bietet dafür eine solide Grundlage.

Die Broschüre fordert zu einem stärkeren Engagement für die öffentlichen Freiräume unter dem Aspekt der Gesundheitsförderung auf. Über die Sensibilisierung der Gemeindebehörden eröffnet sich die Chance, dass im Rahmen von Ortsplanungsrevisionen, Gestaltungsplänen oder Agglomerationsprogrammen dem Aspekt «Landschaft als Gesundheitsressource» mehr Gewicht beigemessen wird und entsprechende Gestaltungsmassnahmen ergriffen werden.

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