© Verein «Nein zur 2. Gotthardröhre»
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Nur wenige glauben an einspurige Tunnelführung

  • Amanda Buol
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Eine repräsentative Umfrage zeigt, dass die Mehrheit der Befragten nicht an einspurig geführte Tunnel am Gotthard glauben. Trotzdem hoffen sie, dass am Ziel der Verlagerung auf die Schienen festgehalten wird.

Zwei Drittel der 1200 Befragten einer repräsentativen LINK-Umfrage sind überzeugt, dass wenn eine zweite Strassenröhre gebaut werde, alle Fahrspuren geöffnet werden. Dies würde eine Erhöhung der Kapazität für jeglichen Verkehr bedeuten. Somit wird das Alpenschutzgesetz infrage gestellt, das in der Bundesverfassung Art. 84 verankert ist. Dort steht geschrieben: „Die Transitstrassen-Kapazität im Alpengebiet darf nicht erhöht werden.“ Wer weiss, wie lange es dauern würde bis das Versprechen von einspurig geführten Tunneln gebrochen wird?

«Das unehrliche Versteckspiel ist vorbei. Jetzt muss allen klar sein, dass ein Ja zur 2. Röhre ein Ja zu vier Spuren durch den Gotthard heisst. Das bedeutet Stau von Basel bis Chiasso – inklusive den Zubringern»

Caroline Beglinger, Co-Präsidentin des Vereins «Nein zur 2. Gotthardröhre» und Co-Geschäftsleiterin des Verkehrsclubs VCS Schweiz.

Doris Leuthard (2012) in einer Sitzung der Verkehrskommission des Nationalrats|© Alpen-Initative
Doris Leuthard (2012) in einer Sitzung der Verkehrskommission des Nationalrats|© Alpen-Initative

Weiter findet sich auch in der BV Art. 84: „Der alpenquerende Gütertransitverkehr von Grenze zu Grenze erfolgt auf der Schiene. Der Bundesrat trifft die notwendigen Massnahmen. Ausnahmen sind nur zulässig, wenn sie unumgänglich sind. Sie müssen durch ein Gesetz näher bestimmt werden.“ Bemerkenswert hoch ist auch die Zustimmung zu der Verlagerung der Gütertransporte auf die Schiene. 67 Prozent der Befragten wollen am Verlagerungsziel von maximal 650’000 alpenquerenden Lastwagen jährlich festhalten. Die Verlagerung ist dank der bald eröffneten NEAT möglich und bietet mehr Kapazitäten an, als zur Zeit benötigt (naturschutz.ch berichtete). Bei einer zweiten Strassenröhre würden die Bahnverlagerungen schlecht genutzt, sagen Studien des Bundes. Somit hätten wir 24 Milliarden Franken quasi in den Sand gesteckt.

Dass es nicht soweit kommt, muss am 28. Februar unbedingt ein Nein in die Urne gelegt werden!

1 Kommentar

  • Susanne Hagen

    Bitter, dass es anders gekommen ist… aber neben der DSI gingen andere wichtige Themen leider komplett unter….

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