© Arno Meintjes [CC-BY-SA-3.0], via flickr
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Nur noch sechs Nördliche Breitmaulnashörner

  • Roman Vonwil
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Das Nördliche Breitmaulnashorn – eine Unterart des Breitmaulnashorns – ist die seltenste Grosssäugetierarten der Welt. Nun ist im Reservat Ol Pejeta in Kenia der Breitmaulnashorn-Bulle Suni gestorben, der als eines der letzten zwei fortpflanzungsfähige Männchen seiner Art galt. Damit scheint ein Aussterben des Nördlichen Breitmaulnashorns immer unvermeidlicher.

Die Weltnaturschutzunion (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources, IUCN) listet das Nördliche Breitmaulnashorn seit 2010 in der Roten Liste als unmittelbar vom Aussterben bedroht auf. Diese früher weit verbreitete Nashornart wurde durch Jagd und Wilderei praktisch ausgerottet, und gilt bereits seit einigen Jahren in freier Wildbahn als ausgestorben. In Reservaten und Zoos leben nur noch wenige Exemplare.

Der Breitmaulnashorn-Bulle Suni, der am 18. Oktober im Reservat Ol Pejeta in Kenia gestorben ist, stammt aus dem tschechischen Zoo Dvůr Králové, wo er 1980 im Rahmen des Erhaltungsprogramms zur Rettung der Unterart zur Welt kam. Er wurde 2009 zusammen mit einem weiteren Männchen und zwei Weibchen in das Reservat Ol Pejeta transferiert, wo die Aussicht auf einen Zuchterfolg in einer natürlichen Umgebung grösser sind. Wie der Zoo mitteilt, wurde Suni nicht Opfer von Wilderei, sondern starb vermutlich eines natürlichen Todes.

Damit leben weltweit nun nur noch sechs Nördliche Breitmaulnashörner. Nebst den drei verbleibenden Tieren in Ol Peteja, die als die letzten fortpflanzungsfähigen Exemplare gelten, leben zwei weitere in einem Wildpark in San Diego und eines im Zoo von Dvůr Králové.

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