© Guido Gerding [CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons
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Nicht-Energiewende wäre gefährlich

  • Nora Kieselbach
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Wie neue Berechnungen im Auftrag der Schweizerischen Energie-Stiftung SES zeigen, könnten durch die Ausschöpfung der Potenziale für erneuerbare Energien und Energieeffizienz in der ganzen Schweiz bis 2035 rund 85’000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Die SES fordert daher die Kantone dazu auf, sich in ihrem eigenen Interesse für die Energiewende einzusetzen.

Während die Schweiz noch zögert, boomen in Deutschland die Wirtschaftsbranchen der erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz seit Jahren: Allein im Bereich der erneuerbaren Energien hat sich die Zahl der Arbeitsplätze bis zum Jahr 2011 gegenüber Anfang des Jahrtausends auf 381‘600 nahezu vervierfacht! In der Schweiz sind diese Branchen ebenfalls gut entwickelt – die Ausschöpfung heimischer Potenziale für Energieeffizienz und erneuerbare Energien steckt im Vergleich zu Deutschland allerdings noch in den Kinderschuhen. Gemäss SES-Projektleiter Felix Nipkow könnten vor allem im Bereich Energieeffizienz zehntausende Arbeitsplätze neu geschaffen werden.

Erneuerbare Energien und Energieeffizienz schaffen jedoch nicht nur regionale Arbeitsplätze; sie senken auch die Emissionen von Treibhausgasen, verringern den Abfluss regionaler Finanzmittel für den Import fossiler Energieträger und entlasten Haushalte und Unternehmen langfristig von hohen Energie- und Treibstoffkosten. Es wäre deswegen im ureigensten Interesse der Kantone, die politischen Rahmenbedingungen so anzupassen, dass die Potenziale für erneuerbare Energien und Energieeffizienz in allen Kantonen ausgeschöpft werden und damit zusätzliche, attraktive und dauerhafte Arbeitsplätze vor Ort entstehen können, betont die SES.

Und hofft daher, in einigen Jahren über das „ Jobwunder erneuerbare Energien und Energieeffizienz in Schweizer Kantonen“ berichten zu können. Dies sei jedoch nur realistisch, wenn sich die Kantone heute im Rahmen der Ausarbeitung der Energiestrategie 2050 auch für eine energiepolitisch sinnvolle Richtung einsetzen. Denn die Angst vor wirtschaftlichen Einbussen durch die Energiewende sei völlig unbegründet – im Gegenteil gelte es heute, die volkswirtschaftliche Chance zu packen und die Vorteile davon auszuschöpfen. Wirtschaftlich gefährlich ist nur eines: Die Nicht-Energiewende, ist Felix Nipkow überzeugt.

Weitere Informationen

Schweizerische Energie-Stiftung SES 

Bild: Guido Gerding [CC-BY-SA-3.0] via Wikimedia Commons

 

1 Kommentar

  • Claudio

    Der Artikel führt doch die ganze ES2050 ad absurdum. 85000 Stellen bedeuten ca. 12 Milliarden Umsatz, um deren Löhne zu bezahlen – pro Jahr! Pro Schweizer (bei 8 Mio) sind das 1500.- ! oder doch 40.- ? Woher soll das Geld denn kommen?
    Hier wird das Bärenfell nicht nur verteilt, bevor er erlegt ist – es gibt sogar eine wunderbare Vermehrung… Genau so auch wie wir Strom sparen können und gleichzeitig zusätzlich Elektroauto UND Wärmepumpen mit versorgen können. Ein wundersames Perpetuum Mobile – die ES205
    Leute.. einfache Grundrechenarten.. wie war das nochmals in der 3. Klasse?

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